Leser-Rezension zu „Die Selbstmord-Schwestern” von Jeffrey Eugenides
am 7.03.2010
In einem amerikanischen Ort geschieht 1960 das Unfassbare: Die jüngste Tochter einer, für Außenstehende scheinbar glücklichen Familie, bringt sich um. Nachbarsjungen, die die Familie seit der Zeit beobachten, fassen Zuneigung zu den Mädchen und beobachten ihre typisch jugendlichen Verhaltensweisen seitdem. Immer wieder stoßen sie auf die Kontrolle der Mutter der Mädchen und versuchen trotzdem, zu den Mädchen einen Kontakt herzustellen. Dies misslingt ihnen letztendlich, sie und alle anderen Beobachter in Ihrer Straße müssen sich mit den Selbstmorden der Schwestern abfinden.
Das Buch ist, wie ich es von Eugenides nicht gewohnt bin, schon etwas schwerfällig geschrieben und nicht so leicht zu lesen, wie sein zweites Buch, Middlesex.
Manchmal lässt sich bittere Ironie in der Sprache erkennen, manchmal die Trostlosigkeit, die eigentlich, wie auch der Buchtitel schon auf das jähe Ende hinweist.
Fast klischeehaft wird immer wieder auf die strenge Mutter hingewiesen, auch der
Beobachter aus der Nachbarschaft ist ein klischeehaftes Motiv.
Ich persönlich konnte, aus rätselhaften Gründen eigentlich, mich nicht sonderlich an der Erzählweise des Buches erfreuen.

