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Alle anzeigenKeksisbaby
Vor 10 Monaten
(8)Wenn man eins behaupten kann, dann das es die Liebe nicht leicht mit Willa Alden und Seamie Finnegan hat. Sie muss sich beweisen und so manche Zurückweisung und vernunftgesteuerten Entscheidungen überstehen. Diese Liebe entflammte bereits in „Die Winterrose“, wo die abenteuerlustige Willa mit dem nicht weniger draufgängerischen Seamie den Kilimanscharo bezwingt, dabei aber ihr Bein verliert. Wegen ihrer Behinderung vom Leben enttäuscht verlässt sie ihre große Liebe, um sich in den Einöde des Himalaya die Wunden zu lecken. Genau an diesem Punkt setzt der dritte Teil ein. Waren Willa und Seamie vorher nur Nebencharaktere gebührt ihnen jetzt die ganze Aufmerksamkeit. Beide sind große Entdecker und Abenteurer, nur bemerkt keiner von beiden, dass sie nur vor ihren eigenen Gefühlen und ihrem Stolz fliehen. Nach einem überraschenden Wiedersehen entbrennt die Leidenschaft erneut zwischen ihnen und löst einen Flächenbrand aus, der sich auf alle die in ihre Nähe kommen ausbreitet und durch die Wirren des ersten Weltkrieges noch verstärkt wird.
Ich hatte Spaß alle alten Bekannte aus dem vorherigen Büchern wiederzutreffen und zu sehen, was aus ihnen so im Verlauf der Zeit wurde, aber auch neue Bekanntschaften zu schließen, sei es mit Laurence von Arabien oder dem Spion Max von Brandt. Diesen Roman würde ich nicht als klassischen Liebesroman bezeichnen, vielmehr ist er für mich ein Abenteuerroman, denn er enthält: Spionage, Liebe, gekränkte Eitelkeiten, Freundschaften und eine jede Menge Reisen in fremde Länder. Ich wurde eingesogen und mitgerissen vom Forscherdrang der Generation um 1910 und ich konnte ihre Verletzlichkeit spüren, die aus den Verwundungen des ersten Weltkrieges und der Spanischen Grippe-Epedemie resultierte. Frau Donnally schaffte es mich durch drei Bücher, angefüllt mit der Geschichte um die Jahrhundertwende zu bringen, ohne das ich mich einmal gelangweilt hätte. Ihre Liebesgeschichten sind auch immer realistisch und enden zwar gut aber nie kitschig, was ihnen um so mehr den Anschein von Wahrhaftigkeit verleiht.
Einfach ein tolles Buch, auch wenn „Die Teerose“ immer mein Favorit unter diesen drei Büchern bleiben wird.
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