Leser-Rezension zu „Kritik der mörderischen Vernunft” von Jens Johler
am 10.07.2009
Auf brutalste Art und Weise wird gleich zu Beginn des Buches ein Wissenschaftler ermordet, der an der Erforschung des menschlichen Gehirns mitarbeitete. Ein unbekannter namens Kant bekennt sich zu dem Mord und nimmt Kontakt zu dem Journalisten Troller auf. Dieser versucht, zusammen mit seiner Freundin Jane den Fall zu klären und Kant zu finden. Derweil begeht Kant noch mehrere Morde, wobei er es auch in Kauf nimmt, wenn dabei Unschuldige sterben.
Der Titel „Kritik der mörderischen Vernunft“ ist angelehnt an Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und tatsächlich spielt Kant immer eine große Rolle in dem Buch, wobei Vorkenntnisse allerdings unnötig sind, da der Leser auch so alles erfährt was er wisse muss. Auch die Hauptfigur Troller wächst einen mit der Zeit ans Herz, genauso wie seine Tochter Sarah.
Leider muss ich sagen, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen hat, ja ich habe es nicht mal zu Ende gelesen. Ich empfand es als zu langatmig und unnötig in die Länge gezogen, mit zu vielen Nebenhandlungen, wie etwa das Verhältnis von Jane mit einem undurchsichtigen britischen Kollegen. Und obwohl ich voller Vorfreude an dieses Buch herangegangen bin, hat es mich nach ca. ¾ des Buches nicht mehr interessiert, die Spannung war einfach verflogen.

