Leser-Rezension zu „Kritik der mörderischen Vernunft” von Jens Johler

Rezension als hilfreich gekennzeichnet: (6)

Petruscha Petruscha
Verfasst von Petruscha
am 30.03.2009
 

Nachdem ich die Leseprobe bei vorablesen.de gelesen hatte, wollte ich das Buch gerne haben. Gottes Gehirn habe ich auch gelesen und dachte, bei all den Jahren die dazwischen liegen, kann der Stil nur besser geworden sein.
Nun habe ich geschlagene zwei Wochen gebraucht um Kritik an der mörderischen Vernunft zu lesen. Warum ich nun nicht mehr begeistert bin, will ich mal aufschreiben, vielleicht geht es euch ja ähnlich:

* Troller ist so etwas wie ein kultivierter, als Wissenschaftler geschätzter, James-Bond-Journalist - nicht sehr glaubwürdig, eher nervig
* Jane ist sehr fähig, wird aber mindestens dreimal aus rein voyeuristischen Gründen nackt dargestellt
* Troller geht gar nicht auf die Andeutungen seiner Tochter, belästigt zu werden, ein
* einige philosophische und wissenschaftlichen Strömungen werden vorgestellt. Für meinen Geschmack aber dramatisiert bis hin zur Technikfeindlichkeit. Es wird generell die schlimmst mögliche Variante als unausweichlich angenommen
* Der Gegenspieler ist gerade zu allmächtig, wie er überall reinkommt bleibt ungeklärt
* Das Männer- und Frauenbild ist sehr klischeehaft

Einen Wissenschaftsroman zu schreiben ist schwer, daher zwei Sterne für den Mut. Aber den belletristischen Teil des Romans finde ich auch nicht gelungen. Die dramatischen und aufwendigen Morde, sowie die verschworenen Hirnforscher sind sicher ein gefundenes Fressen für alle Paranoiden, aber Leute die viel lesen werden unterfordert, da sich keine Möglichkeit auftut, selbst herauszufinden wer der große Gegenspieler ist.

 

Dein Kommentar zu dieser Rezension

Kritik der mörderischen Vernunft Kritik der mörderischen Vernunft
Jens Johler

(32)  

64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

wissenschaft, thriller, hirnforschung, philosophie, berlin

Kaufen bei amazon.de
Kritik der mörderischen Vernunft
von Jens Johler

Teilen