Leser-Rezension zu „Mission Hydra” von Jeremy Robinson
am 12.09.2011
Zu wenig eigene Ideen!
In der peruanischen Wüste findet der Archäologe Dr. George Pierce den Kopf der sagenhaften Hydra. Der Figur aus der griechischen Mythologie wird die Eigenschaft zugeschrieben, sich selbst zu heilen. Jedes abgetrennte Glied wächst in Sekundenschnelle nach. Diese Entdeckung ist für den Multimillionär Richard Ridley interessant, der seit längerem, mit Hilfe modernster Gentechnik, an der Erschaffung einer perfekten Kampfmaschine arbeitet. Die DNA der Hydra würde seine Arbeit ein großes Stück weiterbringen. Daher entführt er Pierce, um seine Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Da Pierce gerade die Hilfe seines Freundes Jack Sigler angefordert hat, setzt der Mann des Delta-Teams alles daran, seinen Freund aus den Fängen des Wahnsinnigen zu retten.
„Mission Hydra“ ist der erste Band einer Romanserie des Amerikaners Jeremy Robinson, in dessen Mittelpunkt die Eliteeinheit Delta und deren Anführer Jack Sigler stehen. Schamlos wildert Robinson bei allen erfolgreichen Autoren des Genres: Spuren von James Rollins, Matthew Reilly oder Clive Cussler finden sich auf fast jeder der 465 Seiten. Dies liest sich gerade zu Beginn auch durchaus interessant. Leider kann Jeremy Robinson das Anfangsniveau nicht halten. Mit zunehmender Dauer wirkt der Plot bekannt und klischeehaft. Die Actionszenen entwickeln zwar eine gewisse Spannung, sind letztlich aber nicht wirklich originell. Gleiches gilt für die Figuren, die zu sehr an die Hauptfiguren der eingangs genannten Autoren erinnern und kein eigenes Profil haben.
Fazit: „Mission Hydra“ ist der eher zwiespältige Auftakt, einer neuen Thrillerserie. Inhaltlich nicht wirklich schlecht, hat der Roman jedoch viel zu wenig eigenes Profil. Zu groß sind die Schatten der Vorbilder James Rollins oder Clive Cussler. Um aus diesen zu treten, muss sich Jeremy Robinson gewaltig steigern.

