7 Fragen an Jesko Wilke
Ich hatte die Zeit und ich konnte es. Es macht Spaß, seine eigenen Welten zu erschaffen.
Ich liebe Sprachwitz, schräge Charaktere und ungewöhnliche Geschichten. Ich mag die ersten Irving-Romane (bis Witwe für ein Jahr), William Kotzwinkle (Mitternachtspost, Ein Bär will nach oben), T.C. Boyle (Wassermusik) und Sue Townsend (Adrian Mole und die Achse des Bösen), um ein paar Beispiele zu nennen.
Ich bin ein Fan von Helge Timmerberg. Er ist ein echter Weltenbummler. Er hat schon in seiner Jugend Sachen gemacht, die ich mich bis heute nicht getraut habe und hat diese Geschichten genial in Worte gefasst. Mir gefällt seine Art von Humor.
Von überall. Ich mache mir Notizen und sammle Ideen. Zum Teil sind das nur witzige oder ungewöhnliche Formulierungen. Manchmal sind es kleine Geschichten. In unserem Wochenblatt kam mal ein Bericht über einen verlorengegangenen Ehering. Nach 37 Jahren ist er wieder auftaucht, bei der Gartenarbeit. Auf dem Foto sieht man eine alte Bäuerin mit einer Mistgabel. An einer Zinke hängt der Ring – sehr inspirierend.
Ich bin tatsächlich ziemlich diszipliniert und verordne mir feste Arbeitszeiten. Es gibt einfach zu viele Dinge, die mich sonst ablenken würden. Für die Nacht liegen Block und Stift neben dem Bett bereit.
Zunächst mal, dass es weiter geht. Das hängt maßgeblich vom Erfolg meines Erstlings (Ghostwriter, ab Okt. '12 bei Rowohlt) ab. Mein zweiter Roman ist nämlich auch schon fast fertig...
Ich habe gerade mit meinem Bruder geskypt, der lebt in Prag. Dann kam ein Mail mit der Betreffzeile: Eine Gewinnbenachrichtigung deiner Agentur. Ich bin hier herum gesprungen wie ein Irrer. Mein Bruder dachte, jetzt dreht er durch...