Rezension zu "Schloss der Engel" von Jessica und Diana Itterheim

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LisasBuecherchaos

Vor 8 Monaten

(5)

Zum Buch:

Ei, ei, ei, was für eine Enttäuschung. Ich glaube ich habe noch nie ein Buch gelesen, an das ich so hohe Erwartungen hatte und das mich im Nachhinein so geschockt zurückgelassen hat.
Das nahezu einzig Positive an diesem Buch ist das Cover, das einen eindeutig besseren Inhalt verdient hat. Die ganze Atmosphäre, der Schriftzug, das Wasser, dieses atemberaubende Kleid; einfach perfekt. Es würde sich ja fast schon lohnen die Bücher nur wegen der Cover ins Regal zu stellen. ;)
So, nun wird´s aber ziemlich düster.
Denn der Schreibstil ist eine einzige Katastrophe! Das Buch ist durchzogen von langen Sätzen, die mittendrin ihren kompletten Sinn verlieren und Reihen von Worten, die zusammen keinen Satz ergeben können. Alles ist komplett Sinnfrei und wenn mich jemand jetzt fragen würde, worum es in dem Buch geht, würde ich wahrscheinlich sagen: "Es geht um ein Mädchen, das irgendwie tot ist, oder auch nicht. Sich auf eine Schule verirrt und dort für eine gewisse Zeit bleiben soll, auf der anderen Seite nur durch Zufall dort gelandet ist. Sie verliebt sich in einen Engel, der sich dann aus ihren Erinnerungen verbannt um sie vor irgendetwas zu schützen (Fragt mich nicht was.) Eigentlich sollte sie ein Engel sein, ist es dann aber doch nicht, könnte es aber noch werden..."
Genau das würde ich sagen und das ist nicht annähernd die Hälfte von diesem Verwirrspiel!
Und dann hat das Buch auch noch eine superanstrengende Protagonistin namens Lynn. Tja, und Lynn denkt sobald sie Christopher getroffen hat an nichts anderes mehr als an seinen "atemberaubenden Duft" oder seinen "sexy Körper". Sobald sie mit ihm zusammen ist, scheint ihr Gehirn auf die Größe einer Erbse geschrumpft zu sein, denn ihre Entscheidungen sind naiv und kurzsichtig. Mehrmals bringt sie sich in Lebensgefahr und das einzige woran sie, nahe dem Tod, denken kann, ist wie toll ihr Freund doch riecht.
Lynn ist einfach durch und durch Stroh doof und hat keine Ahnung was überhaupt passiert. Als sie erfährt das Chris ein Engel ist, es mit eigenen Augen sieht und sich ihr ganzes Weltbild verändert, da ist das Einzige woran sie denken kann ist wie schön er aussieht und gleichzeitig fragt sie sich ob ihr Kuss ein Fehler war und ob er es bereut. An dieser Stelle hätte ich ausrasten können, denn diese Szene war einfach unglaubhaft, fast schon lächerlich.
Christopher hat, genau wie Lynn, wenig Tiefgang und kommt mir persönlich wie ein schlechter Abklatsch von Edward vor, mal den Charakter betrachtet. Er geht mir einfach furchtbar auf die Nerven, hat aber wenigstens noch einen klaren Kopf im Gegensatz zu Lynn, der er immer hinterherrennt, bevor sie sich von seinem Duft berauscht gleich von einem Abgrund stürzt. Doch manchmal hat er auf einaml sehr seltsame Anwandlungen und spricht gestellt, wie ein Junge/Mann seines Alters niemals reden würde.
Man sieht, ich bin von den Charakteren wenig begeistert und auch die Nebencharaktere sahen für mich alle gleich aus. Wer da nun Locken, rote, blonde, braune Haare hatte war völlig egal. Denn kein Charakter hat auch nur in irgendeiner Weise einen Wiedererkennungswert und somit habe ich sie alle in einen Topf geschmissen.
Die Idee scheint in der Beschreibung relativ klar, doch im Buch ist alles das reinste Chaos und die unverständlichen Sätze machen das Ganze noch schwerer. Erst auf den letzten 100 Seiten erfährt man wie Lynn überhaupt in das Internat gekommen ist und zwar in das der Engel und nicht in das Ursprüngliche. In diesem Moment bin ich fast aus allen Wolken gefallen, denn es gab keine Anzeichen dafür, dass Lynn das ursprüngliche Internat irgendwie verlassen hat und es noch ein zweites gab. Allgemein waren die Autorinnen sehr vage in ihren Beschreibungen, und ein ums andere Mal dachte ich: "Ein paar Erklärungen wären nicht schlecht. Wir können nicht in eure Köpfe gucken!"
Und nun? Wie ist sie in das Internat gekommen, was soll sie da, wer will ihren Tod, was soll das Ganze überhaupt? Jetzt, am Ende des Buches, habe ich das Gefühl, bin ich noch genauso schlau wie auf der ersten Seite, nur um einiges an Duftbeschreibungen reicher.
Ehrlich gesagt, wollte ich das Buch mehrmals abbrechen. Doch als ich mich wie durch ein Wunder bis Seite 300 durchgekämpft hatte, habe ich mir den Rest wohl oder übel angetan und wie erwartet bekamen die Autorinnen keine Erleuchtung und wussten aufeinmal worum es in ihrer eigenen Geschichte geht.

Fazit:

Ein so sinnloses Buch, dass ich am Ende nur die Hände in die Luft werfen und den Kopf schütteln konnte. Am liebsten würde ich es gaaanz tief im hintersten Teil meines Bücherregals verstecken. Im Endeffekt konnte mich "Schloss der Engel" in keinster Weise begeistern und dass ich den zweiten Band lese ist in diesem Fall mehr als unwahrscheinlich.
Für das Cover gibt es natürlich ein Törtchen und, wir wollen ja nicht ganz so gemein sein, für einige nicht ganz so schlechte Textpassagen noch ein halbes. Aber ich glaube ob es nun 1 oder 1,5 Törtchen sind macht da keinen Unterschied.

Autor: Jessica und Diana Itterheim
Buch: Schloss der Engel
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