Leser-Rezension zu „Mädchenfänger” von Jilliane Hoffman

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schuker schuker
Verfasst von schuker
am 1.11.2011
 

Inhalt: Die 13-jährige Lainey verschwindet spurlos. Zunächst gehen alle davon aus, dass sie ausgerissen ist. Doch FBI-Agent Bobby Dees, dessen Tochter ebenfalls seit einem Jahr verschwunden ist, hat ein ungutes Gefühl und behandelt den Fall wie eine Kindesentführung. Was zunächst wie Zeitverschwendung aussieht, entwickelt sich plötzlich zur Suche nach einem Serientäter, der junge Mädchen entführt, foltert und schließlich tötet. Und der Mädchenfänger gibt den Ermittlern immer wieder Hinweise auf seine Opfer in Form von selbstgemalten Bildern, was ihm in der Presse den Namen "Picasso" einbringt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Kann Agent Dees Lainey finden und wenn ja, noch lebend? Und wurde seine Tochter eventuell ebenfalls Opfer des Mädchenfängers?
Das neue Werk von Jilliane Hoffman ist wider Erwarten richtig gut. Nach ihrem erstklassigen Debüt "Cupido" folgten die zwei eher schwachen Thriller "Morpheus" und "Vater Unser". Nun hat sie ihren Stil geändert. Es gibt diesmal keine Staatsanwältin mit schweren Traumata und der Not, einen Mörder irgendwie hinter Gitter zu bekommen. Diesmal handelt es sich um einen klassischen Thriller nach altbewährtem Strickmuster. Psychopath begeht Morde und das FBI ermittelt und versucht den Killer zu stellen. Dazu ein Protagonist mit schwerem Schiksalsschlag, etwas Sex, Autoverfolgungsjagd, Explosionen und ein nervenzerreißender Showdown. Und mit diesen Zutaten kann man schon fast nichts mehr falsch machen. Den Rest erledigt dann das Talent der Autorin und der Übersetzer.
Normalerweise bin ich kein Fan von Hörbüchern, weil das aktive Zuhören doch einiges an Konzentration erfordert. Nebenher noch im Internet surfen, Bügeln oder Auto fahren geht da nicht. Außerdem muss mir die Stimme des Sprechers sympathisch sein. Bisher hatte ich immer das Pech, ausgerechnet an Hörbücher gelesen von Andrea Sawatzki zu geraten. "Glennkill" habe ich bis heute nicht zu Ende gehört (nach 2 Anläufen). Meine Mutter hatte sich nun "Mädchenfänger" bestellt und sich bei der Bestellnummer vertan. Hörbuch statt Buch. Gut, einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul. Am Anfang hat mich ihre Stimme schon gestört, aber dann bin ich von der Geschichte so gefesselt worden, dass ich irgendwann vergessen habe, dass ich AS eigentlich gar nicht leiden kann. Auch als Schauspielerin nicht. Aber hier waren die diversen Charaktere immer deutlich voneinander abgegrenzt, die Emotionen der einzelnen Personen mitfühlbar und die Modulation ihrer Stimme war stets tief und ruhig. Insgesamt war es angenehm zuzuhören. Schlecht war nur, dass ich mir den MP3-Player immer abends im Bett aufs Ohr getan habe. Und so bin ich mehr als einmal dabei eingeschlafen. Was mich dann immer wieder Zeit gekostet hat, um die Stelle zu finden, an die ich mich gerade noch erinnern konnte. Ich kann "Mädchenfänger" also guten Gewissens empfehlen, auch wenn ich persönlich lieber ein normales Buch in die Hand nehmen würde.

 

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Mädchenfänger Mädchenfänger
Jilliane Hoffman

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Mädchenfänger
von Jilliane Hoffman

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