Rezension verfasst vor 1 Monat
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"Lou, lass das mal lieber ..." Jim Thompson soll ja schon mit 19 schwerer Alkoholiker gewesen sein, und sein Werk ließ dann später auch in der Tat stark nach, doch "Der Mörder in mir" ist eine Glanzleistung, ein Meisterwerk. Hammett und Chandler, sie schrieben gut und wohlfeil und mit dem hehren Anspruch, Kriminalliteratur endlich höheren Ansprüchen gerecht werden zu lassen, doch Thompson schreibt so, wie man es eben lesen will, wenn man es dreckig und hart lesen will: Dreckig und hart!
Wir sind alle ein wenig Lou Ford, denke ich mir manchmal. Lou Ford, der sich grenzdebil aufstellt in seinem Posten als Dorfbulle, der aber mächtig was am laufen hat. Vor allem steht er drauf, jungen und heißen Miezen den prächtigen Arsch zu verdreschen, und nebenbei will er sich noch am Baron der Gegend für den Tod seines Stiefbruders rächen. Kann das gut gehen? 200 flott geschriebene und mitunter recht blutrünstige Seiten voller Possenspiele später wissen wir es ... für Freunde des gepflegten Noir natürlich uneingeschränkt empfehlenswert!
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