Rezension verfasst vor 1 Monat
(5)
Chocolat
Vianne und Anouk lassen sich in einem kleinen französichen Dorf nieder. Sie eröffnen eine Chocolaterie, die nach und nach immer mehr Stammkunden überzeugen kann. Obwohl die kleine Familie viele neue Freunde gewinnt, tritt ein Gegenspieler auf den Plan, der von Anfang an alles gegen das florierende Geschäft unternimmt.
Der Roman ist sehr eindrucksvoll geschrieben. Die Beschreibungen der Köstlichkeiten und deren Zubreitung macht Lust, selbst an den Herd zu gehen und alles selbst auszuprobieren. Da ich allerdings keine französischen Sprachkenntnisse besitze, hatte ich Schwierigkeiten die Begriffe der Süßspeisen zu verstehen. Das hat den Lesefluss ein bisschen eingeschränkt. Die Familienverhältnisse zwischen Anouk und Vianne sind sehr einfühlsam und zärtlich beschrieben, das hat mir sehr gefallen und hat zum Träumen eingeladen.
Himmlische Wunder
Wiederum sind die beiden auf Reisen. Schnell finden sie eine Chance, sich ein neues und normales Leben in Paris aufzubauen. Doch erst als die scheinbar nette und hilfsbereite Zozie in ihr Leben tritt, hat das neue Geschäft Erfolg. Doch bleibt es bis zum Schluss fraglich, wer Zozie wirklich ist und welche Pläne sie verfolgt. Kann Vianne ihr hart erarbeitetes normales Leben aufrecht erhalten?
Auch diese Vorsetzung von Chocolat hat mir sehr gefallen. Ich kann wohl auch behaupten, dass sich Joanne Harris in diesem Roman noch verbessert hat. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten. Der Leser erfährt noch mehr über die Vergangenheit, Ängste und Hoffnungen von Vianne und Anouk. Joanne Harris lässt tolle Einblicke in die zauberhafte Welt der beiden zu. Sehr gefallen hat mir auch die Erzählung aus allen drei Perspektiven. Die Kindlichkeit der Anouk, die Ernsthaftigkeit der Vianne und die Gedanken von Zozie werden gut dargestellt und verleihen dem Roman einen hohen Facettenreichtum. Das Buch hat mein Herz berührt.
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