Leser-Rezension zu „Denk an mich in der Nacht” von Joanne Harris
am 20.03.2010
„denk an mich in der nacht“ wird zum einen aus der sicht von daniel holmes erzählt, welcher 1948 eine junge wunderschöne frau aus dem fluss rettet und sie so vor dem ertrinken bewahrt. er verliebt sich sogleich in rosemary… und auch sein freund robert wird magisch von ihr angezogen. in der folge zerbricht aufgrund dieser tatsache die freundschaft zwischen den beiden männern, nachdem sich rosemary scheinbar für robert entscheidet. doch daniel kann sich auch weiterhin nicht ihrer anziehungskraft entziehen, bis er eines tages feststellt, dass die junge frau ein vampir ist…
andererseits spielt der roman in der jetzt-zeit… dabei lernt alice die neue freundin ihrer ehemaligen großen liebe joe kennen. schon bald merkt alice, dass mit der geheimnisvollen ginny etwas ganz und gar nicht stimmt… bis sie schlussendlich ein manuskript von daniel holmes findet…
dieser etwas andere vampirroman hat mir eigentlich sehr gut gefallen, auch wenn er sich hin und wieder etwas in die länge gezogen hat… das hat mich aber gar nicht so gestört. die wundervolle schreibweise der autorin hat mich sofort für sich eingenommen und auch ansonsten waren die beiden geschichten rund um rosemary sehr spannend, vor allem weil sich die vampire in joanne harris erstlingswerk vielfach von jenen aus aktuellen vampirromanen unterscheiden (die autorin schrieb „denk an mich in der nacht“ ja bereits vor 20 jahren)…
etwas verwirrend fand ich allerdings die kapitelbezeichnung mit „eins“ und „zwei“…

