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Titel: Die Märchen von Beedle dem Barden
Autor/in: Joanne K. Rowling
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 122
Preis: 6,95€
Inhaltsangabe:
Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht: die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben - im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.
Meine Meinung:
Ein wenig unterhaltsame Kurzweile bei diesem kleinen Büchlein, ja, so könnte man den ersten Eindruck schildern, den ich von dem Buch gewonnen habe. Allerdings waren die Auswirkungen unterschiedlich bei mir, je nach Märchen.
Enthalten sind 5 von ursprünglich 30 geplanten Märchen. Aber da Joanne K. Rowling 6 Original-Ausgaben per Hand schrieb und illustrierte, hat sie es gekürzt. 5 Exemplare verschenkte sie. Ein 6. (Mondsteinausgabe) wurde an den Höchstbietenden verkauft.
Schon in der Einleitung wird beschrieben, dass sich die Märchen stark von den "Muggelmärchen" unterscheiden. Und ja, das muss ich unterstreichen und bekräftigen. Die Unterschiede sind gravierend.
Auch beteiligt sich Albus Dumbledore an dem Buch: Nach jedem Märchen erklärt er noch einiges - was auch sehr gut ist, da wir Muggel ja nicht alles verstehen, was in der Zaubererwelt abgeht und vielleicht auch nicht so, wie die Zauberer es verstehen würden ;)
Der Schreibstil ist gänzlich anders als in den Harry Potter Büchern oder den zwei Schulbüchern. Hier handelt es sich wirklich um Märchen. Fast könnte man meinen, die Gebrüder Grimm hätten sie niedergeschrieben.
Zwischen den Märchen kommen dann die Kommentare, die wieder anders geschrieben sind. Ich kann mir fast bildlich vorstellen, wie er an seinem Schreibtisch in Hogwarts sitzt, die Märchen liest und sich Notizen (oder im weiser Voraussicht für Hermine) macht. Frau Rowling erklärt indes in Fußnoten den einen oder anderen magischen Begriff, den Muggel nicht kennen können (z.B. Squib) =)
1: Der Zauberer und der hüpfende Topf
Diese Geschichte spielt auf die Tugend der Zauberer an, sich um andere Menschen (und auch um die Muggel) zu kümmern und nicht geizig oder egoistisch zu denken.
Es könnte wirklich eine Geschichte sein, die man seinen nicht-magischen Kindern vorliest.
2: Der Brunnen des wahren Glücks
Einmal im Jahr hat eine Person die Chance in dem Brunnen zu baden - und so für den Rest des Lebens glücklich zu sein.
Diese Geschichte gefiel mir sehr sehr gut, auch sie könnte von Muggeln stammen. Die Protagonisten haben nur nach vorn gesehen, über aktuelle Probleme nachgedacht und die Sorgen der Vergangenheit hinter sich gelassen, sodass sie nun glücklich waren - und bemerkten dadurch nicht, dass der Brunnen des wahren Glücks mit normalem Wasser gefüllt war.
3: Des Hexers haariges Herz
Von dieser Geschichte war ich mehr als abgeschreckt. Ich finde sie gar nicht schön und würde sie beim nächsten Mal wahrscheinlich überblättern.
Das Märchen hat kein Happy End. Es geht um einen Hexer, der es schaffte, keine Gefühle (vor allem keine Liebe) mehr zu empfinden. Seine Diener bemitleideten ihn schon und so machte er einer schönen Frau den Hof. Doch sie wollte den Beweis, dass er Lieben kann. Er zeigte ihr sein Herz: Er hatte es aus seinem Körper gerissen und im dunklen Verlies eingesperrt, sodass es schon verdorrt und haarig wurde.
Gruselig !
Albus Dumbledore bemerkte, dass dieses Märchen erst Kindern vorgelesen wird, die aus dem Angst-Alter erwachsen sind.
4: Babbitty Rabbitty und der gackernde Baumstumpf
Diese Geschichte fand ich wiederum sehr schön.
Es ging darum, immer die Wahrheit zu sagen und darum, was einem wiederfahren kann, wenn man es nicht macht und anderen vorgaukelt, jemand zu sein, der man gar nicht ist.
5: Das Märchen von den drei Brüdern
Dies ist das wichtigste Märchen in diesem Buch. Hier hatte Hermine den Hinweis für Harry gefunden, wie er Voldemort besiegen kann: Mit den Heiligtümern des Todes (der Elderstab, ein Zauberstab der jedes Duell gewinnt, ein Tarnumhang, der immer unsichtbar macht, und ein Stein, der Tote zu den Lebenden zurückholt).
Die Geschichte gefällt mir sehr gut, da sie zeigt, dass Machtgier einfach nichts bringt und man weise und genügsam handen sollte, um ein langes Leben zu erhalten.
Die Innengestaltung des Buches finde ich wunder-wunderschön. So sind auf jeder Seite oben und unten Blumenranken zu finden und zu jedem Märchen kann man 1-2 Illustrationen (alle Original von Joanne K. Roawling gezeichnet !!!) finden. Ich liebe sie. So wirkt das Buch gleich mehr wie ein Kinderbuch (ein wirkliches Märchenebuch für die Zaubererkinder).
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich etwas mehr Geld investiert und die schönere blaue Variante oder die gebundene Version des Buches gekauft ;)
Allgemein kann ich sagen, dass das Buch für jeden Harry Potter Fan ein MUSS ist, einfach weil dieses kleine Büchlein im 7. Band eine entscheidende Rolle spielt. Ich glaube, ich werde das Büchlein nochmal lesen, ehe ich mich an den letzten Teil wage ;)
Fazit: 4 von 5 Sternchen, da es doch arg wenig ist und die eine Geschichte sehr sehr gruselig war.