Harry Potter und der Halbblutprinz
„Wir werden dort sein, Harry“, sagte Ron. „Wie bitte?“ „Im Haus von deiner Tante und deinem Onkel“, sagte Ron. „Und dann werden wir mit dir gehen, wo auch immer du hingehst“. „Nein –„ sagte Harry rasch; damit hatte er nicht gerechnet, er hatte ihnen klarmachen wollen, dass er diese äußerst gefährliche Reise allein unternehmen würde. „Du hast einmal zu uns gesagt“, erklärte Hermine leise, „dass noch Zeit sei umzukehren, wenn wir wollten. Wir hatten Zeit, stimmt`s?“ „Wir sind bei dir, was auch immer geschieht“, sagte Ron.
Inhalt: Eigentlich könnte Harry sich freuen, denn endlich wird er von der Zaubererwelt nicht mehr als Lügner verspottet und das Ministerium hat zugegeben, dass Lord Voldemort zurück ist. Doch seit der Rückkehr des gefährlichsten schwarzen Magiers aller Zeiten beherrschen Gewalt und Angst die magische Welt. Als Harry, Ron und Hermine nach Hogwarts zurückkehren um dort ihr sechstes Schuljahr zu beginnen gelten dort strengste Sicherheitsmaßnahmen. Um Harry gegen den Dunklen Lord zu wappnen erforscht Dumbledore mit ihm seine Vergangenheit. Jedes noch so kleine Detail könnte von größter Wichitgkeit sein. Dann bestätigt sich Dumbledores Vermutung und sie kommen einem Geheimnis auf die Spur, das womöglich das Ende von Du-weißt-schon-wem bedeuten könnte. Auch Harrys Zaubertrankbuch, das früher einem „Halbblutprinzen“ gehört hat scheint seine Geheimnisse zu haben. Außerdem scheint sich zwischen Ron und Hermine etwas zu entwickeln, was für alle Beteiligten nicht ganz einfach ist und unter anderem Angriffe von bösartigen Vögeln beinhaltet. Auch für Harry ist es kein Zuckerschlecken. In ihm entfacht seine Zuneigung einen regelrechten inneren Kampf. Im entscheidenden Moment kommt es dann zum Kampf und auch der Halbblutprinz zeigt sein wahres Gesicht.
Meinung: Wie immer ein grandioses Werk. Dieses Buch ist diesmal eher düster, da es ja wirklich jetzt die Zauberwelt unter der Angst vor Voldemort beschreibt. Diesmal geht es auch mehr um die Liebe. Man taucht gleich in die Geschichte ein und Joanne K. Rowling hat mit ihrem Schreibstil mal wieder komplett überzeugt. Jetzt sind Harry, Ron und Hermine eigentlich so gut wie erwachsen und in Harry Potter und der Halbblutprinz geht es auch viel um die Vorbereitung auf den Kampf gegen Voldemort. Am Ende des Buches kommt es ja dann auch zu einer richtigen Schlacht in Hogwarts. Doch der wahre kampf war es natürlich noch nicht. Malfoys Bestimmung in Sachen Dumbelores Ermordung ist echt schlimm. Diesen komischen Seitenwechsel von Snape finde ich auch immer ganz interessant. Einmal ist er gut, dann scheint er wieder böse zu sein, dann macht er wieder irgendetwas Gutes…Macht die Geschichte spannend. Man erfährt dann aber erst im letzten teil wo er wirklich steht. Auch jetzt beim zweiten Mal lesen ist das Buch nicht weniger spannend. Diese Sache zwischen Harry und Ginny ist mir ein bisschen zu plötzlich passiert. Sonst hat er nie die geringsten gefühle für die gezeigt, aber das passiert ja in Büchern und Filmen öfter mal. Ich find sie als Paar gar nicht gut. Die passen einfach nicht zusammen. Im Buch schon eher, aber im Film so überhaupt nicht. Ron und Hermine sind immer noch das süßeste Paar♥. Natürlich sind sie auch in diesem Teil noch nicht zusammen, aber ihre Zuneigung füreinander wird mehr als deutlich. Hermine hat mir so leid getan, als Ron mit Lavender gegangen ist, aber zum Glück hat er ja dann irgendwann Schluss gemacht. Und: endlich wieder Quidditch! Im 4. teil kein Quidditch, im 5. nicht. Jetzt spielt Ron ja auch und das macht es umso toller. Und die Sache mit dem Slugclub ist auch genial. Wie Harry immer dies Briefchen kriegt und Ron total eifersüchtig auf Hermine und ihn ist, weil sie hindürfen und er nicht. Bei Cormac McLaggen könnte man sich totlachen. Jetzt wird auch so gut wie klar was Harry tun muss um Voldemort zu stürzen. Man kommt seiner Bestimmung sehr nahe und Joanne K. Rowling schreibt auch einiges über den Widerstand, den Verhandlungen mit den Riesen und so. Einfach total gelungen.
Film: Harry Potter und der Halbblutprinz fängt schon ganz düster an. Die Wolken hinter dem Schriftzug sind diesmal ganz dunkel und schwarz. Die Musik ist auch nicht so glockenhell wie sonst und den Überfall der Todesser auf die Brücke kann man nicht falsch interpretieren. Doch in diesem Film hat man auch sehr viel auf Witz gesetzt, der das ganze auflockert. Diesmal spielt auch die Liebe eine große Rolle. Das ist wirklich ein Film, den man sehr oft schauen kann. Im 5. Teil haben sie ja komplett weggelassen, dass Ron jetzt auch Quidditch spielt, das kommt zum Glück jetzt. Die Schauspieler passen sehr gut zu den neuen Charakteren. Mir kommt vor, dieser Teil ist dem Buch am unähnlichsten, aber der 7. ist auch verändert. Ich hab wieder mehrere Lieblingsszenen: - Das Quidditchprobetraining, bei dem ausgewählt wird wer in die Mannschaft kommt. Wie McLaggen die Fliege mit der Hand zerdrückt, Ron der Arme, der ganz verloren rumsteht, Ginny, die schreit, Hermine, die ein bisschen nachhilft… – als sie im Slugclub gerade das Dessert essen. Wie McLaggen Hermine lüsternde Blicke zuwirft – als Ron im Krankenflügel liegt und Hermines Namen flüstert – als Hermine in eienr Szene Ron mit einem Buch haut und dann in einer anderen Harry mit einem Buch haut – Der Besuch im Scherzartikelladen von Fred und George. Der schaut mega aus! Was mir gefehlt hat war die Schlacht am Ende. Dumbledores Tod ist echt traurig. Ich hab mich ziemlich erschrocken als Harry und Dumbledore den Horkrux geholt haben und dann diese Hand aus dem See ist. Was auch unbedingt mal erwähnt werden muss: die Winterszenen in den Harry Potter Filmen sind einfach wunderschön. Der ganze viele Schnee, die ganzen Schneeflocken. Man kann förmlich die Kälte und der Schnee, der einem ins Gesicht fliegt spüren. Das Ende als sie auf dem Astronomieturm hocken ist echt total herzzerreißend.