Leser-Rezension zu „Das Herz ihrer Tochter” von Jodi Picoult

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Izzylie Izzylie
Verfasst von Izzylie
am 20.04.2010
 

Ok, meine zweite Picoult - und ich gestehe: ich sehe das Buch zwiegespalten. Warum? Ich versuche es mal zu erklären:
Für mich hatte dieses Buch einen großen Beigeschmack von "Abklatsch"... es war nichts neues für mich, weil es mir persönlich zu sehr "Green Mile" und "Dead man walking" widerspiegelte. Zumindest waren es diese beiden Titel, die mir beim Lesen wieder und wieder aufstießen und mich... naja, enttäuschten? Hatte ich von Picoult vielleicht einfach mehr erwartet, als einen Roman, der zwei andere so sehr widerspiegelt? All die übersinnlichen Dinge, den sympathischen Todeszellenkandidat und das Unrecht aus "Green Mile" und zudem die Seelsorge, die Betreuung, etc. aus "Dead Man walking"?
Ja, ich war enttäuscht.
Und gleichzeitig aber auch nicht: Denn warum es kaum Punktabzug gibt: Weil sie einfach mitreißend schreibt und ich dennoch dieses Buch gern gelesen hab. Weil sie einfühlsam ist und ja, wohl auch, weil ich die Kleenex-Box brauchte. Ich mochte die Darstellung der Charaktere, mochte, dass sie alle ihre Geschichte hatten, mit jeder Seite plastischer wurden und keiner von ihnen makellos war. Jeder hatte seine Schattenseite, jeder hatte ein Geheimnis für sich.
Dementsprechend gibt es nur einen Punkt abzug, weil das Buch dennoch schön ist zu lesen, weil es was fürs Herz ist, und für die Weltanschauung. Weil es nicht nur in Hinsicht auf die Todesstrafe, sondern auch in Bezug auf Organspende und Religion vielleicht die Augen öffnen kann. Und weil es das vielleicht Dinge sind, über die wir alle mal nachdenken sollten.

 

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Das Herz ihrer Tochter Das Herz ihrer Tochter
Jodi Picoult

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Das Herz ihrer Tochter
von Jodi Picoult

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