Leser-Rezension zu „Die Hexen von Salem Falls” von Jodi Picoult
am 25.12.2010
Salem Falls - einst bekannt geworden durch die Welle an Hexenprozessen während der großen Hexenverfolgung in Amerika. Nun die Heimat des eben erst aus achtmonatiger Haft entlassenen Ex-Lehrer Jack St. Bride. Er wurde engeklagt und verurteilt wegen der Verführung einer Minderjährigen- einem minderschweren Sexualdelikts. Doch hat er immer seine Unschuld beteuert.
Ohne Heimat, ohne Hab und Gut und ohne Zukunft findet er eine Anstellung im Diner von Abbie Peabody, die ihn ohne große Fragen aufnimmt. Auch wenn sie spürt, dass die Geister der Vergangenheit Jack noch immer quälen, ahnt sie nichts von seinem Gefängnisaufenthalt. Jack ist sehr bemüht, möglichst mit keinem in Kontakt zu kommen und sich einfach nur um sich selbst zu kümmern. Doch Abbies Freundlichkeit und vor allem ihre Reaktion auf die bittere Wahrheit, die eines Tages doch herauskommt, lassen seinen Eispanzer schmelzen und beide geben den Gefühlen für einander nach.
Doch die restlichen Bürger Salem Falls reagieren auf Jacks Verurteilung als Sexualstraftäter nicht halb so tolerant und geben dem Mann keine Chance. Eine Hetzjagd beginnt, obwohl er sich in Salem Falls nichts hat zu Schulden kommen lassen. Da Abbie zu ihm hält, bleibt auch sie von den Aktionen nicht verschont.
Doch eines Tages wird Jack verhaftet - die Anklage lautet auf Vergewaltigung einer Minderjährigen. Kann ein Mann wirklich zwei Mal dem selben Delikts angeklagt werden und unschuldig sein? Und welche Geheimnisse verbirgt die junge Gillian, Jacks angebliches Opfer?
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"Die Hexen von Salem Falls" war meine erster Roman von Jodi Picoult und hat mir ausgesprochen gut gefallen. Natürlich ist Missbrauch ein brisantes Thema und wird hier aus den verschiedensten Perspektiven beschrieben. Dabei war am Anfang die Fülle an verschiedenen Charakteren, die alle auch ihre eigene Geschichte haben, ein wenig verwirrend. Aber der Leser kann sich schnell in die einzelnen Geschichten einfinden.
Ein sehr sensibel geschriebener und spannender Roman, der mir aber an manch einer Stell ein wenig zu fantastisch war.

