Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Jodi Picoult ist eine meiner liebsten Autoren, da sie es immer wieder schafft wichtige Themen vollkommen authentisch zu schildern in der meist zwei verschiedene Denkweisen aneinader geraten und man beide auf seine Art und Weise verstehen kann. Dieses mitfiebern und seine eigenen Prinzipien zu hinterfragen ist das wundervolle am lesen ihrer Bücher, doch nur weil sie einen selbst darüber urteilen lässt und keine richtig oder falsch- Antwort in ihren Büchern vorgibt.... normalerweise.
Dieses Buch hat genauso angefangen, ich war begeistert.
Eine Staatsanwältin die meist missbrauchte Kinder vertritt und mit ansehen muss wie die Kinderschänder fast ausnahmslos wieder in Freiheit hinausstolzieren, während die Opfer jahrelang leiden, findet heraus das auch ihr fünfjähriger Sohn missbraucht worden ist.
Auf einmal ist sie nicht mehr die Selbe, findet sich in einem Teufelskreis der Schuld, Trauer, Rachegelüsten und vor allem dem Gefühl ihren Sohn von nun an immer beschützen zu wollen,wieder.
Jodi Picoult bechreibt die Situatin wieder aus vielen Perspektiven und verschafft einem so einen guten Eindruck des Geschehens.
Als Leser muss man sich mit dem Thema der Selbstjustiz befassen...
ich war von dem Buch eigentlich voll begeistert, berührt und wurde zum nachdenken angeregt..was will man mehr?
Doch dann kam das Ende und alles war ruiniert, es war keine offene Frage mehr, es war kein Appell mehr sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Nein dem Leser wird eine richtig- Antwort vorgesetzt die in meinen Augen keineswegs richtig ist und hat mich leider dazu gebracht dem Buch nur drei Sterne zu geben und Jodi Picoult als tolle Autorin in Frage zu stellen.
Fazit: Zu lesen lohnt sich das Buch allemal, wirklich, auch wenn das Ende in keinster Weise gelungen ist und die vermittelten Werte stark zu hinterfragen!!!
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