Rezension verfasst vor 2 Jahren
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„Die einzige Wahrheit“ ist das erste Buch, das ich von Jodi Picoult gelesen habe und es hat mich wirklich begeistert.
In einer kleinen idyllischen Amisch-Gemeinde wird eines Morgens ein totes Neugeborenes entdeckt. Als Mutter und Mörderin des Babys wird schnell die junge Katie verdächtigt, die jedoch eine Schwangerschaft und Geburt sowie den Mord selbst vehement von sich weist, obwohl alle Beweise für sie sprechen.
Ellie, Staranwältin und entfernte Verwandte von Katie, möchte gerade eine Auszeit von ihrem Leben in Philadelphia nehmen, als sie von dem Fall erfährt und die Verteidigung von Katie übernimmt.
Ellie erreicht, dass Katie nicht direkt in Untersuchungshaft genommen wird, indem sie als „Aufpasserin“ zu Katies Familie in das Amisch-Dorf zieht. Diese Situation ist für beide Seiten zunächst komplett ungewollt und vor allem auch ungewöhnlich. Die beiden Frauen, die sich völlig fremd sind und in zwei komplett unterschiedlichen Lebensmodellen aufgewachsen sind, müssen sich nun Schritt für Schritt einander gewöhnen und zueinander Vertrauen fassen. Vor allem Ellie muss sich an das neue Leben nach den Regeln der Amisch-Gemeinde gewöhnen.
Da Katie sich auch gegenüber Ellie nur langsam öffnet und anvertraut, kommt Ellie nicht sofort hinter die ganze Wahrheit der Geschichte, was ihr die Verteidigung vor Gericht nicht leicht macht.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: der erste Teil beschäftigt sich mit der Zeit vor dem Gerichtsprozess, der zweite Teil mit dem Prozess selbst sowie dessen Ausgang.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ist unglaublich spannend und bewegend geschrieben. „Die einzige Wahrheit“ hat man wirklich erst am Ende des Buches erfahren.
Die Geschichte des jungen amischen Mädchens hat mich sehr bewegt und die Tage, an denen ich das Buch gelesen habe, auch regelrecht gedanklich verfolgt und innerlich aufgewühlt. Durch das Buch habe ich wirklich viel über das Leben der Amischen gelernt, da ich mich mit diesem Thema bisher nie beschäftigt hatte. Die Autorin Jodi Picoult hat einen wirklich fesselnden Schreibstil und man merkt, dass die Hintergründe des Buches wirklich gut recherchiert sind. Ich bin auf die weiteren Bücher von Jodi Picoult gespannt, die ich so schnell wie möglich lesen möchte.
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