Leser-Rezension zu „Teeclipper” von Johannes K. Soyener

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spottdrossel spottdrossel
Verfasst von spottdrossel
am 14.05.2008
 

Die Geschichte begleitet einen schottischen Clanchef und seine 3 Söhne 37 Jahre lang.
Ihr Clan lebt von schwarzgebranntem Whisky, weil das Land nichts anderes hergibt. Der ansässige Herzog läßt die Highländer mit Gewalt vertreiben, um Platz für seine riesigen Schafherden zu schaffen, die mehr Profit versprechen als die Pächter.
Sie fliehen nach England, der jüngste Bruder heuert auf einem Schmugglerschiff an, ihn verlieren sie jahrelang aus den Augen.
Morgan, der mittlere Bruder, fährt als Offizier auf Englands schnellstem Zollschiff, die von ihm gewonnenen Informationen über geplante Einsätze verkauft der älteste Bruder an die Schmuggler. Den Gewinn vermehrt der Vater an der Börse.
Die Zollbehörde wird mißtrauisch und versetzt Morgan auf ein Schiff, das vor Afrika den Sklavenhandel unterbinden soll. Auf einem erbeuteten Sklavenschiff trifft er seinen jüngsten Bruder Angus wieder und verhilft ihm zur Flucht nach Amerika.
Zu dieser Zeit werden die Segelschiffe immer weiter verbessert, zurück aus Afrika, entdeckt Morgan ein vielversprechendes Schiff im Hafen, das die Familie kauft, um es im Opiumschmuggel nach China einzusetzen.
In Amerika arbeitet der jüngste Bruder in einer Werft an neuen Schiffsentwürfen. Die Werften wetteifern darum, wessen Konstruktion am schnellsten um Kap Hoorn segelt, da eine zu lange Seereise den Tee verschimmeln läßt.
Nach 10 Jahren besucht der jüngste Bruder die Familie in England, sie beschließen, sich vermehrt im Teehandel und im Schiffsbau zu engagieren. Inzwischen ist aus dem Wettstreit der Werften ein Rennen darum geworden, welches Schiff als erstes mit der neuen Tee-Ernte in London anlegt.
Dieses Rennen ist der spannendste Teil der Geschichte, die Brüder sind mit 3 Schiffen daran beteiligt und sowohl die Stimmung auf den Schiffen als auch die Ursachen, die zu Vor- und Nachteilen im Rennen führen, sind gut dargestellt.
Wirklich zäh ist der erste Abschnitt, zumal für den Verlauf des Romans die Debatten der Herren im Club nicht wirklich ausschlaggebend sind.
Echter Schwachpunkt ist das Zuviel an Segelfachbegriffen, man versteht teilweise 5 Zeilen nur "Bahnhof", statt Landkarten und einer Personenliste wäre ein Glossar für den Seglerlatein und die gälischen Ausdrücke sinnvoll gewesen.
Am besten liest man das Buch an einem Novemberwochenende mit scheußlichem Wetter und einem guten Whisky in Reichweite - auf den bekommt man nämlich dauernd Appetit gemacht.

 

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Teeclipper Teeclipper
Johannes K. Soyener

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schottland, schmuggel, wettrennen, segelschiffe, sklaven

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Teeclipper
von Johannes K. Soyener

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