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Alle anzeigenPenelope78
Vor 2 Jahren
(15)Ein ergreifendes Erlebnis
Georgi lebt mit seiner Familie in einem kleinen russischen Dorf, als er eines Tages ein Attentat auf ein Mitglied der Zarenfamilie vereitelt. Als Belohnung für seinen Mut wird Georgi vom Zar nach St. Petersburg berufen, um dort als Leibwächter des Zarensohnes fortan zu dienen. Beeindruckt durch das prunkvolle, ihm völlig fremde Leben, freundet sich Georgi mit dem Zarensohn an und verliebt sich in dessen Schwester Anastasia. Die verbotene Liebe zwischen dem Bauerssohn und der Zarentochter vertieft sich, bis die beiden durch die Revolution getrennt werden und die Zarenfamilie in das „Haus zur besonderen Verwendung“ gebracht wird.
In einem zweiten Erzählstrang wird das spätere Leben Georgis und seiner Familie beschrieben. Im Mittelpunkt steht hier die Beziehung zwischen Georgi und seiner Frau Soja, die sehr stark aus den Erlebnissen der Vergangenheit geprägt ist und einige spätere Schicksalsschläge verarbeiten muss.
John Boyne versteht es, die beiden Erzählstränge geschickt nebeneinander herlaufen und am Ende des Buches ineinander münden zu lassen. Somit hat das Buch nicht nur historischen Charakter, sondern beschreibt auch die Geschehnisse der Gegenwart. Der Leser taucht förmlich in das damalige Leben am Zarenhof ein und „leidet“ mit Soja und Georgi. Generell erscheinen die Charaktere, die Familienmitglieder der Romanows, lebendig und authentisch. Die historischen Hintergründe der Familie sind gut recherchiert und schön in die fiktive Geschichte eingeflochten.
Boyne benutzt eine gefühlvolle, gut lesbare Sprache, die den Leser an das Buch fesselt und ihn auch zu Tränen rührt.
Fazit: Ein wunderschönes, besonderes Buch, von dem man sich wünscht, dass es nicht endet. Absolut lesenswert!!
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