Leser-Rezension zu „Gottes Werk und Teufels Beitrag” von John Irving
am 15.03.2011
Auf den ersten 200 Seiten ging mir Irvings Roman ziemlich auf die Nerven und ich spielte des Öfteren mit dem Gedanken, das Buch einfach beiseite zu legen.
Erst als ich verstand, mit welchen Unsicherheiten und Ängsten sich der Protagonist auseinandersetzen muss und wie sehr jene Waise nach Halt und Routine strebt, wurde mir die Tiefgründigkeit dieses Romans bewusst.
Wer mit dem medizinischen Fachjargon nicht so sehr vertraut ist, wird es an manchen Stellen mühsam finden, dem Autor zu folgen. Auch die teilweise vulgären Ausdrucksweisen stießen bei mir nicht auf Begeisterung.
Trotzdem ist es eine berührende Geschichte über Liebe und Verpflichtung, Aufopferung und Gerechtigkeit und die Bereitschaft, das eigene Glück zum Wohle jener, die man liebt, hinten anzustellen.

