Leser-Rezension zu „Via Mala” von John Knittel
am 1.08.2010
Die Geschichte der Familie Lauretz, geprägt von Unterdrückung durch den brutalen, alles beherrschenden Vater und die jede Möglichkeit nach Freiheit im Keim erstickende Armut. Die Tristesse im abgelegenen Sägewerk und der tyrannische Jonas erinnern an den Roman "Die Sturmhöhe" von Emily Brontë.
Wie sich die Familie von diesem Joch befreit und wie die Gerechtigkeit ihren Weg sucht ist gut aufgebaut und wird interessant voran getrieben.
Die Enge des Sägewerks und der enge Spielraum der einzelnen Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und das Grauen der Unterdrückung und Armut spürbar.
Ein tolles Stück Schweizer-Literatur.

