Leser-Rezension zu „Der ewige Gärtner” von John Le Carré
am 30.03.2010
Das erste, was mich an diesem TB störte, war die kleine Schrift. Da kann ich nicht lange draufschauen, die Augen brennen, Kopfweh, die Zeilen verrutschen. Nur für Leser mit guten Augen gemacht.
Das reinlesen war sehr schwer. Es beginnt im britischen Hochkommissariat. Die Nachricht von Tessas Tod trifft Sandy Woodrow zuerst. Der Hochkomissar in der Botschaft in Nairoby - ist geschockter über die Todesnachricht, als ihr Mann Justin Quayle. Der Hergang, die Infos zum Mord, alles sehr nebulös und irgendwie affektiert. Die Personen enpfand ich als unwirklich und gestelzt. Die Absätze so unendlich langgezogen. Manche Sätze musste ich zweimal lesen, um den Sinn zu verstehen. Ein Wirrwarr an Kompetenzen und Nuancen in der Hackordnung. Puh...ich konnte mich noch immer nicht in die Geschichte lesen. Der Autor fand es interessanter zu berichten, wie Gloria, die Frau von Woodrow (auf viiiielen Seiten) die Lage des Mordes und ihre Ehe im Allgemeinen beurteilte. So ganz nebenbei wird noch ihr Lebenslauf eingeblendet.
Justin ist very britisch, sehr verschlossen, keine Reaktion, wirkt gefühlskalt. Als er sich dann unbeteiligt wieder einen Monopolyspiel widmete (Seite 89 von 558) habe ich zugeklappt. Keine Tiefe, keine Verständlichkeit, nur Andeutungen, schemenhaft.

