Es verschwindet ein Mann und eine rasante Geschichte nimmt ihren Anfang. Aber der Eine ist nicht Irgendeiner. Er ist 100 Jahre alt, lebt in einem Heim und haut kurz vor Beginn seiner ihm zu Ehren liebevoll von den nervenden Heimschwestern organisierten Geburtstagfeier ab. Er steigt in seinen Hauspuschen durch das Fenster, quält sich mühsam zur Bushaltestelle und sein Leben beginnt wieder zu pulsieren.
Dann klaut er erstmal so nebenbei einen Koffer, nein nicht irgendeinen, einen vollen Geld, den der Eigentümer natürlich wiederhaben will.
Also wird er bald nicht nur von dem Heimpersonal und der Polizei gesucht, sondern auch von Gangstern, denn wer, wenn nicht diese besondere Spezies von Mensch, schleppt einen Koffer voll Geld durch die Gegend. Ohne ein Ziel zu verfolgen landet Allan Karlsson bei dem nächsten Kleinkriminellen, dieser ist nur 70 Jahre alt und von dort stolpert er von einer kursiosen Situation in die nächste. Die Gruppe um Allan wird größer, die Verfolger werden auf witzige Weise immer weniger.
Für ausreichend Essen und Trinken als auch für Transportmittel und Unterkünfte ist gesorgt, da genügend Bargeld vorhanden ist. Allan verteilt es großzügig und hat auch keine Probleme als sich zu dem Team eine Elefantendame, die ebenfalls so nebenbei ihren schwergewichtigen Beitrag im Team leistet, dazugesellt.
Frei nach Allans Worten "es ist so wie es ist und es kommt so wie es kommt", geniesst er sein neues Leben und ist besonders glücklich, wenn dann noch etwas Schnaps seine grauen Gehirnzellen durcheinander wirbeln lässt. Dann nämlich fängt er an zu erzählen. Und Allan hat was zu erzählen, schließlich ist er 100 Jahre und hat die halbe Welt gesehen.
Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte hier nicht unbedingt weiter lesen, den mit demWissen, was Allan alles noch so erlebt, geht viel von dem Reiz und der Spannung verloren.
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Allan Karlsson , der sich weder für Politik im Besonderen noch für die politische Situation der Länder im Allgemeinen interessiert, stolpert, natürlich wieder immer durch Zufall, von einer historisch bedeutenden Situation in die nächste. Die erste Station seiner Weltreise ist Spanien, dort will er eigentlich nur seinem Hobby nachgehen und Bomben bauen. Die Welt steht kurz vor dem zweiten Weltkrieg, in Spanien ist Bürgerkrieg. Kämpft er zunächst für die Rebellen, so wechselt er durch Zufall die Seiten, in dem er Franco persönlich das Leben rettet, mit dessen Hilfe er dann nach Amerika kommt, dort so nebenbei den entscheidenen Hinweis liefert, damit Oppenheimer endlich die Atombombe fertig gebaut bekommt, nebenbei Truman kennenlernt und mit ihm herrliche Saufgelage veranstalt, dann durch Zufall mit Stalin fürstlich speist und säuft, er hier aber in seiner herrlich unbekümmerten Art, sein Wissen über den Bau der Atombome für sich behält, ins Gulag kommt, dort auf seine Art wieder glücklich ist, solange er immer sein Schlückchen Schnaps und etwas zu Essen bekommt,dort dann Einsteins Bruder höchstpersönlich kennen lernt und mit ihm in Korea landet, wieder mal mit dem Staatsmann höchstpersönlich diniert und fürstlich säuft, bevor er aber noch Aussversehen Wladiwostok in Schutt und Asche geleg hat, von seiner Zeit in China erzählt, wo er Maos Lieblingsfrau das Leben gerettet hat und dafür fürstlich belohnt wurde und lebt dann ungefähr 20 Jahre auf Bali ein glückliches zufriedenes Leben bis er irgendwann in Paris landet und zuletzt wieder in Schweden ankommt. Achja und den Himmalaya hat er auch zu Fuß überquert und und und .....
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Eine skurrile Geschichte, die man einfach so hinnehmen und geniessen sollte. Allan Karlsson ein liebenswürdiger Mensch, den man einfach mögen muss mit herrlich schräge Typen an seiner Seite egal ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Eine andere Münchhausengeschichte und spätestens, wenn Allan seine Lebensgeschichte erzählt, muss man sich entscheiden, ob man dieses Geschichte mag oder nicht. Denn was Allan erlebt grenzt schon an Hanebücherei. Oder man lässt sich auf diese andere Münchhausengeschichte ein und verlebt vergnügliche Stunden mit dem alten komischen Kauz.
Einziges Manko für mich ist die Auswahl des Sprechers. Obwohl in anderen Rezensionen hoch gelobt, finde ich nicht, dass Otto Sanders, den Charme den die Hauptfigur Allan ausgeströmt hat, mit seiner Stimme umsetzen konnte. Teilweise gurrend, nuschelnd und schwer verständlich werde ich diese Stimme in Erinnerung behalten. Nichtsdestotrotz ein kleines Highlight im Bücherjahr 2011 und auf jeden volle 5 Punkte wert.