Rezension verfasst vor 2 Monaten
(6)
Welch ein Titel: sperrig bis zum geht nicht mehr! Doch das ist bezeichnend für diesen Roman, denn das Buch ist anders, unterscheidet sich wohltuend von der Masse.
Allan Karlson, der Hunderjährige, entschließ sich eines Tages dazu, das Altenheim durchs Fenster zu verlassen, klaut einen Koffer voller Geld, tritt eine abenteuerliche Flucht an, in deren Verlauf er auf einige obskure, doch liebenswerte Personen und einen Elefanten trifft. Gangster werden von dem Elefanten tot gesessen, erfrieren aus Versehen.
In Rückblenden erfährt der Leser mehr über Alan. Liest zu seinem Erstauen, dass er General Franco das Leben rettete, Truman unter den Tisch soff und ihm nebenbei die Bauanleitung für die Atombombe mitteilte. Dass er Maos spätere Frau rettete und Lenin ihn in den Gulag schickte, wo er zusammen mit Albert Einsteins dümmlichem und lebensmüdem Bruder flieht.
In der Anlage erinnert der Roman stark an Forrest Gump, doch ist hier der Protagonist nicht dumm - naiv, sondern mit stoischer Ruhe und Mutterwitz ausgestattet. Er meistert alle Situationen mit bemerkenswerter Gelassenheit. Das ist seine Kraft: Er steht wie ein Fels in der Brandung, nichts kann ihn erschüttern.
Diese Geschichte ist erfrischend anders und es gelingt Jonas Jonasson mithilfe seiner wunderbaren Sprache aus vielen kleine Fäden zwei faszinierende Handlungsstränge zu weben. Er zeichnet seine Figuren mit liebevoller Akribie, haucht ihnen Leben ein, lässt den Leser mitleiden und -lachen, denn diesem trockenen Humor kann niemand widerstehen!
Fazit: Ein wunderbares Buch!
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