Rezension verfasst vor 1 Jahr
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Zwei junge Männer , Nick und sein namenloser Bruder, leben unabhängig voneinander ein Leben, das man nicht Leben nennen kann.. Nick ist ein Trinker und „der dessen Namen nicht genannt wird“ ist heroinabhängig.
Der Autor erzählt uns erst die trostlosen Ereignisse in Nicks Alltag. Bodybuildung, sich um den Bruder seiner Exfreundin kümmern und ab und zu mal von seiner Mitbewohnerin einen geblasen bekommen. Wenn er mal ein bisschen Nähe zulässt, kann sie auch „richtigen“ Sex bekommen.
Sein Bruder hat nach dem Tod seiner Frau die Verantwortung für seinen kleinen Sohn. Seine Mutter hat diese nicht übernommen, sie hat sich ihrem Drogenkonsum hingegeben und ist dabei unmittelbar ums Leben gekommen. Er selber auch schwer drogenabghängig, liebt seinen Sohn sehr und tut alles um ihn zu behalten. Ihn und seine Drogensucht. Nachdem er seine Arbeit verloren hat, ist seine größte Sorge, wo bekomme ich das Geld für meinen nächsten Schuss her. Aber es passiert auch mal was gutes in dem Buch, denn die ungeliebte Mutter stirbt und der „kleine Bruder von Nick“ kann sein Leben ändern, denn er erbt und das nicht wenig. Nicks kleiner Bruder wird selber Dealer und braucht sich keine Sorge um seine alltägliche Bedürfnisse zu machen. Von mir aus hätte das Martin zu liebe so weitergehen können, denn sein kleiner Sohn bekam nun alles, was sich ein kleiner Junge wünscht .....
Alles abgehackte kurze Sätze, sachlich, nüchtern und irgendwie emotionslos erzählt.
So ist wohl auch das Leben am Rande der Gesellschaft. Trotzdem ist das Buch nicht einfach schnell mal zu lesen.
Die „Nebendarsteller“ in der Geschichte kommen mir persönliches ein bisschen zu kurz weg.
Ich hätte gerne mehr von Sophie erfahren, warum sie ihren Sohn nicht sehen darf? Es muss doch schon wirklich viel passieren, dass einer Mutter das Kind weggenommen wird (sogar die Mutter von Nick und seinem Bruder hat ihre Kinder bekommen) aber warum Sophie nicht mal ihren Sohn sehen darf, hätte mich als Leserin und Mutter schon interessiert.
Die Vorgeschichte der Mutter von Nick und seinem Bruder hätte mich auch interessiert.
Es gab so viele Nebenschauplätze, die einfach ausbaufähig gewesen wären.
Warum „kümmert“ sich Nick so um Ivan und opfert sich sogar für ihn?
Deswegen gibt es einen Punkt Abzug von mir.
Ansonsten werde ich das Buch wohl nie vergessen. Ein grausames, brutales Buch.
Was will uns der Autor damit sagen: Was wir doch für eine schöne Kindheit hatten, was jetzt für ein tolles Leben? Jeder wird sich wohl eine andere Meinung zu dem Buch bilden?
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