Leser-Rezension zu „Die Korrekturen” von Jonathan Franzen

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SisterDew SisterDew
Verfasst von SisterDew
am 3.08.2009
 

Alfred Lambert ist krank: er leidet unter Depressionen, Parkinson und Altersdemenz, sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Aus diesem Grund möchte seine Frau Enid ihre drei erwachsenen Kinder zu einem letzten Weihnachtsbesuch zu Hause im Mittelwesten der USA überreden. Gary, Chip und Denise haben sich mittlerweile an der Ostküste niedergelassen und führen oberflächlich betrachtet ein tolles Leben.
Franzen begnügt sich jedoch nicht mit Oberflächlichkeit, mit scharfem Blick und in zynischer Sprache bringt er die Abgründe und schwarzen Löcher aus dem Leben der Lamberts ans Tageslicht.
Ein sprachgewaltiger Familienroman, der aus vielen kleinen Episoden bestehend die Geschichte der Lamberts erzählt, von ihrem ganz eigenen, amerikanischen Traum und dem unweigerlichen Scheitern. Gleichzeitig gelingt Franzen eine bittere, zynische Gesellschaftskritik. Bissig, witzig, detailfreudig - all das ist Franzens' Geschichte über die Lamberts.
Zu Beginn waren mir alle Charaktere so wahnsinnig unsympathisch, dass ich dachte, aus diesem Grund schon alleine nicht weiterlesen zu können. Nachdem ich aber Tag und Nacht über Chip, Denise und Gary nachdachte, merkte ich, dass die merkwürdige Sogwirkung des Romans mich gepackt hatte und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Absolut lesenswert und gelungen! Toll!

 

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Die Korrekturen Die Korrekturen
Jonathan Franzen

(177)  

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Die Korrekturen
von Jonathan Franzen

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