Leser-Rezension zu „Die Unruhezone” von Jonathan Franzen
am 4.09.2010
Franzen stellt hier biographische Essays gekonnt in lesbarer und spannenden Form dar. So schlägt er sich mit Maklern herum, debattiert über die Vielseitigkeit der Vogelwelt oder erinnert sich an die ersten Berührungen mit einer Fremdsprache. In seinem gewohnten Stil wird dem Leser so das kleinbürgerliche Familienleben der U.S.A. näher gebracht und der Autor Franzen in ein anderes, viel intimeres Licht gerückt. Jedoch fehlt in den Beiträgen der Biss, die Ironie und die Melancholie seiner anderen Werke. Dem gewöhnlichen Leser ist so von dem Buch abzuraten, während jedoch jeder Franzen Fan durch viele kleine Details von Franzen über Franzen durchaus begeistert werden kann.

