Einleitung:
In meiner Freizeit lese ich sehr gerne Bücher über Medizin, Ernährung und gesellschaftskritische Themen.
Da mir das Thema Tierschutz am Herzen liegt und ich gerne mehr Informationen zu diesem Thema sammele, stieß ich eines Abends auf die Onlineseite von Peta.
Dort kam ich aus dem Lesen gar nicht mehr heraus und stieß dabei eher zufällig auf die Verlosung des Buches „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer.
Interessiert las ich den kurzen Infotext zum Buch und den Hinweis von Peta, das Buch am Besten an Bibliotheken, Freunde und andere Menschen weiterzugeben.
Schnell fing ich Feuer für das Buch und die Idee dahinter und nahm an der Verlosung teil.
Gewonnen habe ich es leider nicht, aber lesen wollte ich es unbedingt, daher war meine Freude umso größer, als es bei der örtlichen Bücherei bei den Neuerscheinungen zu finden war.
Ich musste mich mit dem Lesen beeilen, da das Buch kurz nach der Aufnahme im Bestand sofort vorbestellt wurde.
Warum das Buch so begehrt ist, erfahrt ihr im folgenden Bericht.
Zuvor möchte ich euch jedoch erst ein Mal den Buchautoren vorstellen und ein paar Fakten zum Buch nennen.
Der Autor:
Jonathan Safran Foer („Alles ist erleuchtet“ und „Exterm laut und unglaublich nah“)
wurde 1977 als Kind einer jüdischen Familie geboren.
Jahrelang aß er Fleisch ohne groß darüber nachzudenken, doch als seine Frau schwanger wird, beginnt er, den Dingen auf den Grund zu gehen.
Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen?
Solchen Fragen geht er im vorliegenden Buch auf den Grund und zwingt so den interessierten Leser, sich auch mit diesen Themen auseinander zu setzen.
Fakten zum Buch:
Das gebundene Taschenbuch erschien am 19. August 2010 in der Erstauflage beim Kiepenheuer & Witsch Verlag und umfasst 399 Seiten.
Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit haben es aus dem amerikanischen Englisch ins Deutsche übersetzt.
Das Original heißt „Eating animals“ und wurde von Jonathan Safran Foer geschrieben.
Im Buchhandel kostet das Buch 19,95 Euro.
Das Buch ist auch als Hörbuch (Audiobook) erhältlich.
Sehr sehenswert sind die kleinen Videos zum Buch, welche man sich auf Amazon ansehen kann.
Der Verlag über das Buch:
Wie viele junge Menschen war Jonathan Safran Foer lange Zeit mal Fleischesser,
mal Vegetarier.
Als er Vater wurde und er und seine Frau überlegten, wie sie ihr Kind ernähren sollten,
wollte er sich konsequenter mit seiner Ernährungsweise auseinandersetzen:
Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wie sie leben
und sterben?
Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema.
Er recherchiert auf eigene Faust, bricht Nachts in Tierfarmen ein, konsultiert
einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren.
Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.
Er hinterfragt die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um unser Essverhalten zu
rechtfertigen, und die dazu beitragen, dass wir vor den Konsequenzen der
Massentierhaltung die Augen verschließen.
“Tiere essen“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ethischen Handeln beim Essen.
Das Buch besticht durch hervorragend aufgearbeitete Fakten, eindringliche
Undercover-Reportagen und die philosophische und sehr persönliche Analyse des
Schriftstellers Jonathan Safran Foer.
“Tiere essen“ ist ein internationaler Besteller.
Eine unverzichtbare Lektüre für jeden Menschen, der über sich und die Welt – und seinen
Platz in ihr- nachdenkt.
Der Inhalt des Buches und meine Meinung dazu:
Gleich zu Beginn des Buches meldet sich der Autor mit einem Vorwort zur deutschsprachigen Ausgabe zu Wort.
Viele Recherchen und Statistiken aus dem Buch betreffen überwiegend die USA.
Doch in Deutschland ist die Situation ähnlich.
Allein etwa 98 Prozent aller und Hühner, die hier für den Verzehr gedacht sind, stammen auch bei uns aus Massentierhaltung.
Mir ist besonders der letzte Satz diesen Vorworts in Erinnerung geblieben, in dem der Autor offen legt, an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit andere Entscheidung zum Thema Fleischkonsum treffen zu können.
Deutschland sei jedoch nicht der Ort dazu.
Das macht für mich ganz klar deutlich, dass auch hierzulande einiges im Argen ist und so bin ich schon sehr gespannt auf die Darstellung der Situation der Lage in Deutschland ab Seite 377 des Buches.
Der erste Abschnitt des Buches heißt „Geschichten erzählen“ und beginnt mit dem Hinweis oder soll ich eher sagen Armutszeugnis, dass Amerikaner weniger als 0,25 Prozent der bekannten essbaren Nahrungsmittel auf dem Planeten essen.
Auf den ersten Seiten des Buches erzählt der Autor von seiner Kindheit und dem Umgang seiner jüdischen Familie mit dem Thema Essen und Fleisch.
Nach den Entbehrungen des Krieges fürchtete seine Großmutter noch immer die Armut und maß die Früchte des Wohlstands am Gewicht ihrer Enkel.
Die Vaterschaft weckte in Foer den Wunsch, das Haus auf Vordermann zu bringen und sich bewusst mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen.
Immer wieder macht er kurze Schwenks in die Vergangenheit und macht seine Meinung und sein Leben so für den Leser erfahrbar.
Sehr wichtig finde ich dabei seine Meinung zum Thema Geschichten erzählen.
Als Kinder bekommen wir vieles vorgelebt und ahmen es oft ungefragt nach, weil wir die Entscheidungen der Erwachsenen für richtig halten.
Kaum einer denkt da ernsthaft darüber nach, dass sein Schnitzel vor Kurzem noch ein lebendes Wesen war.
Bei Foer führten solche Gedankengänge und Erlebnisse dazu, dass er zeitweise kein Fleisch und dann doch wieder welches aß.
Was ihm dabei missfiel, war seine eigene mangelnde Bereitschaft, sich bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen und klar Position zu beziehen.
Sehr interessant fand ich die Schilderungen über seine Kindheit, seine Familie und jüdische Werte und Bräuche.
Tiere essen
Laut Herrn Foer erfüllt Essen zwei Zwecke, nämlich dass es nahrhaft ist und beim Erinnern hilft.
Jeder von uns hat eine Lieblingsspeise, einen bestimmten Geschmack oder Geruch und ein Wohlgefühl, welcher er damit verbindet.
Die Suppe, die die Oma immer für den Enkel gekocht hat.
Der warme Schokoladenpudding am Sonntag.
Der Geruch eines frischen Apfelkuchens…
Dem Autor ist bewusst geworden, wie sehr wir durch solche alltäglichen Essgewohnheiten, durch unser Essen in der Gemeinschaft, Brücken bauen für die spätere Ernährung unserer Kinder und Kindeskinder.
Deshalb ist er der Meinung, dass man sein Wissen was und warum wir es essen, an unsere Kinder weitergeben sollten.
In diesem Kapitel geht er näher auf seine Recherchen ein und beschreibt seine Position zu dem von ihm geschriebenen Buch.
Sehr eindrücklich ist mir die Geschichte der Flucht seiner Großmutter und die daraus resultierende Weisheit im Gedächtnis geblieben.
Ich versuche sie mir oft vor Augen zu halten und mein eigenes Verhalten zu reflektieren.
Alles oder nichts oder etwas anderes beschreibt den Interessenkonflikt, in dem wir uns befinden.
Die Geschichte beginnt mit George, dem Hund des Autors.
Er mochte keine Hunde und ließ dieses Tier doch in sein Herz.
Erstaunlich ist seine provokante Idee, Hunde zu essen, weil es doch Hunde im Überfluss gibt.
Dieses Thema sorgte in meinem Umfeld tagelang für Diskussionen um Ethik, Moral und Tiere.
Warum essen wir keine Hunde? Sind Haustiere besser als Nutztiere? Ist der Mensch ein Tier? Warum stellen wir uns über Tiere?
Wer gibt uns das Recht sie zu essen, zu quälen und über ihr Leben und Tod zu bestimmen?
Es kam zu kontroversen Diskussionen und ich denke eben das ist es, was Herr Foer mit diesem Buch bezwecken will.
Nachdenken, hinschauen, informieren, statt wegzuschauen, mit dem Strom zu gehen und nichts zu hinterfragen.
Wer bin ich und wer will ich sein?
Ein bisschen heftig finde ich das Kochrezept für Hunde, einfach weil man hierzulande keine Hunde isst und dennoch verstehe ich den Sinn der Fragen des Autors und warum er das Rezept notiert hat.
Ich bin auch nicht dafür, dass wir unsere Haustiere essen, aber ich bin dafür Tieren Leid zu ersparen und sein eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen.
Der Autor geht auf as Thema Freunde und Feinde im Tierreich ein und beschäftigt sich mit dem Thema Vegetarismus in der gesellschaftlichen Gesprächskultur.
Als Krieg sieht er unseren Umgang mit den Tieren die wir essen und ins besondere eben den Umgang mit Fischen.
Mit modernster Technik machen wir Jagd auf allerlei Meeresbewohner.
Doch wie wir das tun und welche Folgen das hat, zeigt er auf diesen Seiten auf.
Allein seine Ausführungen zu den verschiedenen Fangvorrichtungen und dem Thema Beifang machen mich wütend.
Wütend auf die Habgier und Rücksichtslosigkeit der Spezies Mensch und wütend auf mich selbst, weil ich mein eigenen Handeln, meine Entscheidungen zu selten bewusst treffe.
Weiter behandelt der Autor das Thema Scham.
Wir Menschen neigen dazu, Tieren menschliche Fähigkeiten zu zu schreiben und nehmen sie als denkende, fühlende, teilweise recht intelligente Wesen wahr.
Am Beispiel eines berühmten Mannes zeigt er auf, wie Mitgefühl einen Menschen dazu bringen kann, auf Fleisch zu verzichten, um den Tieren ohne Scham gegenüber zu treten.
Worte Bedeutung
Hier geht der Autor auf verschiedene Teilüberschriften ein und legt seine Meinung dazu dar.
Die Teilüberschriften sind alphabetisch geordnet und wirken so wie Auflistungen aus einem Lexikon der Fehler und Grausamkeiten.
Die Themen sind Anthropomorphismus Athropozentrismus, Artengrenze, bäuerlicher Familienbetrieb, Beifang, Biologisch, Bullshit, CAFO, CFE, Festliegen, Freilaufend, Frisch, Futter und Licht, Futterverwertung, Macht der Gewohnheit, Grausamkeit, Instinkt, Intelligenz, Intelligenz?, Käfighaltung, KFC, Leiden, Leugnen des Menschlichen im Tier, Massentierhaltungsbetrieb, Masthähnchen, Menschlich, PETA, Radikal, Stress, Sentimentalität, Tier, Umweltschutz, Unwohlfühlessen, Verarbeitung, Verzweiflung, Wohlfühlessen.
Mit wenigen Worten räumt er mit gängigen Vorurteilen auf und beschreibt das Dilemma des US- Bürgers.
Zu Lesen, das Freilandhaltung nicht Freilandhaltung bedeutet und wie die Realität aussieht, war ein Schock für mich.
Die Illusion der in der frischen Luft auf Gras herumlaufenden Hühner zerplatzte wie eine Seifenblase und machte der ernüchternden Gewissheit platz, total fehlinformiert und getäuscht worden zu sein.
Seine Ausführungen zu den einzelnen Themen sind sehr lesenswert und decken einiges an Missständen auf.
Schonungslos offen wird hier die Wahrheit auf dem Silbertablett serviert und wer jetzt noch wegschauen kann, dessen Menschlichkeit wird in Frage gestellt.
Verstecken suchen
Sehr plastisch stellt der Autor dar, wie viel Platz einem Huhn zum Leben bleibt.
Durch die Beschreibung, wie er mit einer Umweltschützerin in eine Tierfarm einsteigt, macht er die wahren Zustände für den Leser erfahrbar und informiert außerdem über seine Bemühungen, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die Farmer sind oder in Schlachtbetrieben arbeiten.
Der Bericht ist ergreifend und macht mich traurig, wütend und hilflos auf die Willkür der Farmer und deren Vorgesetzten.
Doch nicht nur die sind laut dem Buch und der darin zu Wort kommenden Personen an der Misere schuld.
Wir als Konsumenten sind schuld, weil wir immer mehr Nahrung zu immer weniger Geld wollen.
In einem kleinen Brief lässt er die Umweltschützerin zu Wort kommen und beschämt den Leser damit, selbst oftmals untätig zu sein.
Nach dem Brief kommt ein Fleischproduzent zu Wort und wir lernen das erste Huhn kennen.
Tja, auch mit der Illusion der gesunden Tiere, die nach einem erfüllten Leben bei uns Auf dem Teller landen, räumt der Autor relativ schnell auf.
Was ich da über Genetik, absolut nicht artgerechte Haltung und andere Umstände erfahre, lässt mich erneut an unserer Menschlichkeit zweifeln.
Seltsam finde ich den Mythos, den der Autor erzählt.
Die Tiere sollen darin eingewilligt haben sozusagen gegen Kost und Logis irgendwann für uns ihr Leben zu lassen.
Solche und andere absurde Argumente haben wir uns also zurechtgelegt, um unser Handeln zu rechtfertigen!
Im weiteren Verlauf des Buches lernen wir die erste Massentierhalterin kennen und erfahren, welche Lawine sie ungewollt ins Rollen gebracht hat.
Wir lesen über genetisch manipulierte Tiere, denen Tagesrhythmen vorgespielt werden, damit sie z.B. mehr Eier produzieren.
Von Schäferhunden, die allein für die Optik so gezüchtet werden, dass sie im Alter schwere Probleme mit dem Bewegungsapparat haben müssen und ich möchte am Liebsten die Augen verschließen vor so viel Grausamkeit.
Warum können wir die Tiere nicht lassen wie sie sind?
Warum fügen wir ihnen so viel Leid zu, damit sie produktiver und ertragreicher für uns sind?
Tiere werden schon im Kindesalter hochzüchtet, damit sie schön fett werden und wenige Tage alt schon geschlachtet werden können.
Männliche Küken werden lebendig geschreddert, weil sie nutzlos für die Eierproduktion sind….
In der ganzen Misere gibt es Ausnahmen wie den letzten Geflügelfarmer, der nun zu Wort kommt.
Fünf Seiten des Buches sind bedruckt mit zwei Worten, nämlich Sprachlosigkeit und Einfluss.
Hier geht der Autor auf vielfältige Art auf das Thema Erkrankungen beim Menschen durch eine tierische Ernährung ein.
Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Vogelgrippe und andere Erkrankungen.
Außerdem räumt er mit gängigen Vorurteilen zum Thema fleischfreier Ernährung auf.
Scheibenweise Paradies Haufenweise Schei..
In diesem Kapitel geht es um die Ausscheidungen von Tieren und welchen toxischen Gefahren diese für den Menschen darstellen.
Danach wird das eigentlich Schwein dargestellt und die Realität in amerikanischen Schweineschlachtbetrieben.
Amerikas Massentierhaltung wird von Konzernen mit schlecht bezahlten Arbeitern dominiert. Selten gibt es Farmer, deren Tiere ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen können und dürfen, sowie artgerechter gehalten werden.
Stattdessen fristen die Tiere ein trauriges Dasein in Enge, Dunkelheit, ihre Frischlinge werden ihnen entrissen, unbrauchbare Tiere zerschellen an den Wänden uvm.
Der Autor beschreibt das unfassbare Vorgehen der Konzerne und das Leiden der Tiere vom Leben bis zum Tod.
Sie werden von den Arbeiterin aufs Übelste misshandelt, bei lebendigen Leib behäutet und Schlimmeres.
Man kann sich kaum vorstellen, dass jmd. Zu so etwas in der Lage ist und allein das lesen solcher Praktiken lässt mich wünschen, keine Massentierhaltungsbetriebe mehr zu haben.
Die Menschen dort müssen Tiere töten, ihnen Gliedmaßen abtrennen, sie ausbluten lassen.
Viele flippen dabei aus, entwickeln Aggressionen gegen die Tiere und begehen schreckliche Taten, so was möchte ich nicht unterstützen.
Solche Vorgehensweisen betreffen nicht nur Schweine, Hühner und andere Nutztieres, sondern auch Fische und andere Meerestiere.
Im Kapitel „tun“ zeigt der Autor Möglichkeiten auf und portraitiert interessante Menschen wie Bill und Nicolette,
Sie ist eine vegetarische Viehzüchterin und er arbeitete an einer Alternative zur Massentierhaltung.
Dazwischen kommt eine PETA-Aktivistin zu Wort.
Jeder für sich zeigt auf, warum er so lebt und handelt, wie er es tut und wie er zum Thema Fleischkonsum steht.
Besonders interessant war der Bericht des Veganers, der Schlachthöfe baut.
Ein seltsames Paradoxon und doch irgendwie einleuchtend.
Das Buch endet mit dem Thema Thanksgiving und Truthähne.
Warum gibt es zu diesem Fest Truthahn zu essen? Wie käme ein fleischloses Thanksgiving Essen bei der Bevölkerung an?
Danach gibt es eine kurze Danksagung des Autors, sowie Anmerkungen und sehr detaillierte Quellenhinweise.
Es folgen die Anmerkungen zur Sachlage in Deutschland.
Hatte ich zu Beginn des Buches noch etwas Hoffnung, so zerstreuten die Autoren Sebastian Zösch und Dominik Schäfer vom Vegetarierbund Deutschland diese im Nu.
Abschließend gibt ein alphabetisches Register, von dem ich jedoch keinen Gebrauch machte.
Mein Fazit:
Nach der Lektüre des Buches war ich erstmal erschlagen von so vielen Informationen und schrecklichen Wahrheiten.
Das Schlimme ist eben, dass die geschilderten Umstände nicht aus der Phantasie eines Horrorfilmproduzenten entstammen, sondern der Wirklichkeit entsprechen.
Herr Foer teilt in diesem Buch seine subjektiv zusammengetragenen Forschungsergebnisse auf eine sehr emotionale und persönliche Art mit.
Sein Buch regt noch lange danach zum Nachdenken und Infrage stellen an.
Meine Eltern, meine Familie und Freunde, sie alle essen zum Grossteil Fleisch und brachten mir dies von Kindesbeinen an bei.
Es gab Zeiten, in denen es mir schlecht ging oder ich versuchte mich im Rahmen einer Diät fleischlos zu ernähren und auf Unverständnis stieß.
In meinem Bekanntenkreis sind nur drei Vegetarier und ebenso wenig wie sie versucht der Autor für seine Ansichten zu werben.
Ich komme jedoch nicht umhin, mein Essverhalten in Frage zu stellen und bin gespannt, was sich daraus ergibt und welche Konsequenzen die Lektüre des Buches bei anderen Lesern hat.
Das Buch ist ehrlich und unterhaltsam geschrieben und beleuchtet das Thema aus vielen Blickwinkeln.
Viele der Beschreibungen sind so heftig, das mir mehrfach fast die Tränen kamen. (besonders wenn’s um Tierquälerei in Schlachthöfen geht)Einziges Manko des Buches ist meiner Meinung die Tatsache, dass sich die Recherche überwiegend auf den Raum USA beschränkt und ich mehr über die Zustände in Deutschland wissen möchte.
Auf jeden Fall weckt das Buch in mir den Wunsch, auf Milch, Eier und Fleisch zu verzichten und gegen Massentierhaltung etc. vorzugehen.
Viele Dinge haben mir Zusammenhänge verständlicher gemacht und mich teilweise auch erschreckt z.B. Krankheiten der Atemwege und die Gesundheit der Tiere aus der Massentierhaltung.
Wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir resistent gegen Medikamente werden, wenn wir diese zuvor den Tieren, die wir essen täglich zufüttern, damit sie produktiver sind und gegen ihre Art handeln.
Auf jeden Fall bietet das Buch eine gute Grundlage für Diskussionen und philosophische und ethische Meinungsbildungen.
Ich empfehle es allen, die das Thema interessiert.
Jeder, der mündig essen möchte und verantwortungsvoller Teil unserer Gesellschaft sein möchte, sollte das Buch lesen.
Viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren wünscht Alchemilla