Rezension zu "Ekkehard" von Joseph V von Scheffel

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Sokrates

Vor 11 Monaten

(7)

Schwere Kost - nicht jedoch wegen ihres Inhalts, sondern aufgrund des Schreibstils. Joseph Victor von Scheffel, erst im Laufe seines Lebens geadelt, war einer der meistgelesensten Autoren des 19. Jhs. in Deutschland. Zunächst die juristische Laufbahn einschlagend, widmete er sich später fast ausschließlich der Literatur. "Ekkehard" ist die Lebensgeschichte des St. Gallener Mönches Ekkehard II. - Entsprechend des Zeitgeistes sowie des Sprachduktus liest sich der Roman beschwerlich, eine konsequente Einhaltung von direkter Rede und indirekter Zitierung (sichtbar mangels Anführungszeichen) erfolgt irgendwie nicht. Der Roman arbeitet - typisch für seine Zeit - mit klassischen Phrasen und Stilbildern des 19. Jhs, Scheffel wird nicht zu Unrecht als einer der Mitbegründer des Biedermeier angesehen. Liebhaber klassischer Texte wird "Ekkehard" sicher gefallen; ich persönlich hatte meine argen Probleme und habe den Band nach gut 50 Seiten entmutigt abgebrochen.

Autor: Joseph V von Scheffel
Buch: Ekkehard
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