Leser-Rezension zu „Nichts als Gespenster” von Judith Hermann

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yoko yoko
Verfasst von yoko
am 6.07.2009
 

Judith Hermann erzeugt in ihren Geschichten Stimmungen, die, so möchte ich wie ein Literaturkritiker behaupten, einzigartig sind, was ich bisher aus dem deutschsprachigen Raum kenne. Sie sind einem vertraut wie der tägliche Kaffee am Morgen und gleichzeitig haben sie einen Beigeschmack, den man so noch nie auf der Zunge zu greifen bekommen hat. Ein Mix aus exotisch, bitter, süß, lieblich, salzig. Jede einzelne Geschichte steht für sich und hat die Kraft eines Romans. Als ich das verstand, verstand ich alles. Immer wieder legt Judith Herrmann Sätze auf die Seiten, in die man sich wie in ein bequemes Sofa plumpsen lässt, so schön und nah, traurig und nachdenklich klingen die Wörter.

Sie erzählt die Geschichte von der Liebe und dem Reisen, die Liebe zu sich selbst und anderen, das Reisen als Flucht und des Ankommens. Irgendwo dazwischen haucht eine tiefe Leere dem Leser in die Augen, um zu zeigen: Hier spielt das Leben! Selten haben mich Kurzgeschichten so in Atem gehalten wie diese.

 

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Nichts als Gespenster Nichts als Gespenster
Judith Hermann

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Nichts als Gespenster
von Judith Hermann

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