Leser-Rezension zu „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl. ( Ab 13 J.)” von Judith Kerr
am 23.07.2010
Dieses Buch hat so ziemlich jeder in der Schulzeit gelesen. Jeder außer mir. Seit Jahren wollte ich dieses Versäumnis nachholen, auch wenn ich aus der Zielgruppe der Jugendbuch-Leser schon längst hinausgewachsen bin.
Trotzdem hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte um Anna und ihre Familie ist klar und schnörkellos beschrieben und lässt sich sehr gut lesen.
Da die Geschichte zu der Zeit spielt, als Hitler gerade an die Macht kommt, ist von den Grauen, die der zweite Weltkrieg noch mit sich bringen wird, noch nichts zu erahnen. Trotzdem kristalliert sich immer mehr heraus, dass Juden nirgendwo mehr erwünscht sind und es immer schwerer haben werden.
Annas Vater, ein Schriftsteller, erkennt dies zum Glück früh genug und bringt sich und seine Familie zunächst in der Schweiz in Sicherheit. Doch trotz aller Neutralität dieses Landes, oder vielleicht auch gerade deswegen, kann er als Schriftsteller dort nichts verkaufen, da er ein erklärter Hitler-Gegner ist.
Bald schon steht der nächste Umzug nach Paris an, wo die Familie zwei Jahre lang lebt und Anna und ihr Bruder Max sich nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut in die Gemeinschaft ihrer französischen Klassenkameraden und Nachbarn integrieren.
Doch kaum hat Anna es geschafft, die französische Sprache perfekt zu beherrschen, steht der nächste Umzug an. Diesmal geht es nach England, wo der Vater mehr Geld verdienen und die Familie nicht nur gerade eben über Wasser halten kann.
Mit der Ankunft in England endet das Buch. Wie ich jedoch erfahren habe, gibt es wohl noch zwei Folgeromane, die ich sicherlich auch irgendwann lesen werde, da es mich sehr interessiert, wie es mit Anna und ihrer Familie weitergeht.

