Leser-Rezension zu „Stadt, Land -- Schluss” von Judith O'Reilly
am 10.07.2010
Judith O’Reilly lebt mit ihrer Familie – Ehemann, zwei kleine Kinder, das dritte ist unterwegs – in London und liebt das Großstadtleben. In den Ferien fährt die Familie oft aufs Land nach Northumerland. Der große Traum ihres Mannes ist es jedoch ein Cottage zu kaufen und aufs Land zu ziehen. Und dieser Umzug findet auch kurz vor der Geburt ihres dritten Kindes statt.
In Tagebuchform erzählt Judith von ihren ersten beiden Jahren auf dem Land. Sie kämpft tagtäglich mit der Entscheidung ihres Mannes, der im Gegensatz zu ihr, weiterhin beruflich viel Zeit in London verbringt und sie daher oft mit den Kindern alleine lassen muss. Das Landleben ist nicht das, was Judith sich für ihr Leben vorgestellt hat, und sie hat Probleme Anschluss zu finden. Verschlimmert wird ihre Situation durch die häufige Abwesenheit ihres Mannes, den langdauernden Umbau ihres Cottages, den alltäglichen Problemen mit drei Kleinkindern und der räumlichen Trennung von Freunden und Familie.
Das Buch ist ganz nett geschrieben, war phasenweise allerdings etwas langatmig. Manchmal kann man Judith sehr gut verstehen und fühlt mit ihr mit, andere Male muss man einfach nur den Kopf über soviel Naivität schütteln.

