Leser-Rezension zu „Liebediener” von Julia Franck
am 28.05.2009
Beyla beobachtet zufällig, wie ihre nachbarin Charlotte bei einem Unfall ums Leben kommt. Ein zufälliger, versehentlicher Unfall, bei dem Charlotte einem anfahrenden Auto ausweicht und vor eine Straßenbahn läuft.
Den Mann aus dem Auto trifft Beyla später auf Charlottes Beerdigung wieder und noch später, nach ihrem Einzug in Charlottes Wohnung lernt sie den Mann auch kennen und lieben.
Doch stets bleibt ein Zweifel. Zweifel an seiner Aufrichtigkeit, an seiner möglichen Beziehung zu Charlotten, Eifersucht.
Es passiert nicht viel in diesem Buch, vieles ist Reflektion, Beyla wiederholt sich oft, gibt sich ihrer Eifersucht hin und hadert mit ihrem Schicksal. Albert bleibt rätselhaft, aber als Figur nur wenig interessat.
Das macht das Buch im ganzen kompliziert, etwas langwierig und umständlich, der Klappentext spricht von "einem lustvolle[n] Roman um Liebe, Tod und Leidenschaft". Sicherlich werden diese Themen behandelt, Leidenschaft für die Geschichte konnte ich als Leser aber leider nicht entwickeln.

