Leser-Rezension zu „Mitternachtsdiamanten” von Julia Quinn
am 25.01.2012
Hyacinth Bridgerton ist eine kluge und starke Frau, die weiß, was sie will und auch gern immer über alles Bescheid weiß. Sie hat bereits mehrere Heiratsanträge abgelehnt und ist nun mittlerweile schon fast eine alte Jungfer. Die Männer betrachten sie vor allem aufgrund ihrer Intelligenz und ihres Mundwerks eher als Kumpel denn als Ehefrau.
Sie ist eine gute Freundin von Lady Danbury und besucht sie regelmäßig. Bei einem dieser Besuche trifft sie auf Gareth St. Clair, den Enkel Lady Danburys, den sie kurz zuvor auf der musikalischen Soiree der Smythe-Smiths kennen gelernt hatte.
Er hat ein Tagebuch seiner verstorbenen Großmutter dabei, welches auf Italienisch verfasst ist. Da Hyacinth diese Sprache ein wenig beherrscht, bietet sie sich als Übersetzerin an. Schon nach kurzer Zeit stößt sie auf einen Hinweis auf die Existenz einer Diamantenkette und Gareth und Hyacinth beschließen, sich auf die Suche danach zu begeben…
So langsam weiß ich gar nicht mehr, was ich über die Bridgertons noch schreiben soll, denn mittlerweile dürfte eigentlich auch jedem klar sein, dass sich die Bücher ähneln und im Prinzip den gleichen Kern haben. Das ist nicht schlecht – mir persönlich gefällt diese Reihe sehr gut, nur bei der bereits siebten Rezension bleibt mir dann auch nicht mehr viel zu sagen, ohne schon zu viel von der Geschichte zu verraten. ;) Deshalb wird diese Rezension wohl etwas kurz ausfallen.
Am besten haben mir eigentlich die Nachmittage, die Hyacinth bei Lady Danbury verbringt, gefallen. Es gibt herrliche Wortwechsel und ich stelle es mir sehr gemütlich vor, dort gemeinsam zu sitzen und vorzulesen bzw. vorgelesen zu bekommen. Lady Danbury ist eh meine heimliche Heldin der Reihe und dass Hyacinth sie als Vorbild betrachtet ist nicht weiter verwunderlich und ich finde es großartig. :D
Aber auch die Dialoge zwischen Gareth und Hyacinth machen viel Spaß. Er kann ihr das Wasser reichen und schafft es teilweise sogar, sie sprachlos zu machen. Eine beachtliche Leistung. Was mir nicht so gut an ihm gefällt, ist, wie sehr er sich von der Meinung seines Stiefvaters beeinflussen lässt. Ich kann nachvollziehen, dass er nicht unbedingt die schönste Kindheit hatte, aber es ist schon etwas übertrieben, wie er als eigentlich Erwachsener reagiert.
Sehr gut gemacht fand ich ja am Ende die Auflösung wo sich die Diamantenkette tatsächlich befindet. ^^ Also, nehmt euch dieses Buch, setzt euch gemütlich hin und genießt eine Schnitzeljagd vom Feinsten!

