Leser-Rezension zu „Dämonenherz” von Julia Talbot
am 1.06.2010
Als Anna Sternberg von einer alten Schulfreundin für einen Job angeheuert wird, fühlt sie sich kleiner als je zuvor. Während sie mit ihrer besten Freundin in einem alten Büro hockt, hat ihre Schulfreundin Sanderine es zu etwas gebracht. Sie ist wunderschön, trägt die teuersten Designerklamotten und hat Kontakt zu den besten Geschäftsleuten auf der ganzen Welt. Obwohl sie stinkreich ist, möchte sie Anna’s kostenlose Unterstützung und diese stimmt niedergeschlagen zu. Als sie daraufhin im Café mit ihrer Freundin auf einen sehr attraktiven, aber dennoch unfreundlichen Mann im Anzug trifft, der einem Paparazzi die Kamera aus der Hand schlägt und sie dabei beschädigt, hätte sie nie im Leben gedacht, dass es sich dabei um den Milliönar Carl Weller handelt. Er ist einer der größten Geschäftsleute in ganz Europa, welcher auch mit Sanderine verhandelt. Was Anna nie zu Träumen gewagt hätte passiert, als Carl Weller sie zu einem Vorstellungsgespräch für die Stelle als seine Assistentin bittet. Doch dabei schließt Anna einen Pakt mit dem Dämon…
Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Schon der Anfang ist recht unspektakulär und ich bin sehr schlecht in die Geschichte reingekommen. Am Anfang passiert nichts, bei dem ich mir dachte: ‘Wow! Lies weiter, du musst unbedingt wissen wie es weitergeht!’. Deswegen brauchte ich auch so lange um das Buch zu beenden bzw. es überhaupt richtig zu beginnen. Aber gut, ich habe es nun zuende gelesen und muss sagen, dass es sich bis zum Ende hin wirklich gesteigert hat. Bis zur 100. Seite war es zwar noch so Lala, aber danach hab ich mich wenigstens eingefunden und auch gefallen an der Hauptprotagonistin gefunden, was ein wenig Zeit auf sich genommen hat. Der männliche Hauptprotagonist wird nach und nach interessanter, vor allem weil später auch aus seiner Erzählperspektive erzählt wird und man mehr über ihn und seine Gefühle, Gedanken und auch seine Vergangenheit herausfindet. Dadurch wird die Handlung auch umso spannender und es hielt mich davor ab, doch wieder zu einem anderem Buch zu greifen und dieses weiterzulesen, um mehr über sein Geheimnis zu erfahren. Es hat im Mittelteil wirklich Spaß gemacht. Dennoch muss ich auch sagen, dass es auch nur auf dieser Ebene bleibt. Die Spannung hat mich nicht gefangen, sondern die Handlung plätschert nur so dahin. Es konnte mich zum Ende hin einfach nicht mehr fesseln und ich dachte mir nur noch, dass ich es jetzt einfach schnell beende und schaue was am Ende passiert. Ja – und das Ende ist okay. Nicht mehr, was ich leider sehr schade finde, weil der Mittelteil echt gut ist und das Ende einfach durchschnittlich.

