Der Übergang von Justin Cronin ist der erste Teil einer Trilogie über den Untergang der Welt. Der zweite und der dritte Teil sind derzeit noch nicht erschienen. Das sollte man wissen, damit man sich nicht über das leicht offene Ende ärgert. Dafür hätte ich sonst einen Stern abgezogen, auch so ist es relativ ärgerlich, weil die beiden anderen Teile noch so lange auf sich warten lassen.
Zum Inhalt brauche ich hier nichts mehr schreiben, denke ich, dass haben andere schon erledigt und dem ist nichts hinzuzufügen.
Mir gefällt dieses Buch richtig gut, ich habe schon lange kein solches mehr gelesen. Normalerweise bin ich von Endzeit-Büchern und "Fantasy"-Romanen eher nicht so angetan, mein Lieblingsgenre sind "normale" Krimis und Thriller. Dieses Buch jedoch hat mich völlig gefesselt.
Die Charaktere wurden von Justin Cronin wahnsinnig gut gezeichnet, mit sehr viel Liebe zum Detail. So erklären sich auch die über tausend Seiten, die dieses Buch hat. Ich habe jetzt schon ein paar Mal gelesen, "er hätte es auf deutlich weniger Seiten kürzen können". Sicherlich hätte Justin Cronin das tun können, jedoch würde dann vieles von dem Reiz dieses Buches verloren gehen. Die Geschichte lebt von dem Detailreichtum, die Justin Cronin uns liefern kann und will. Was bei den Charakteren allerdings nicht so gut ist: Es sind so viele, ich kann mir Personen immer so schlecht merken. Und wenn dann eine Person ziemlich am Anfang eingeführt und beschrieben wird, dann lange gar nicht mehr erwähnt wird und erst am Ende wieder eine Rolle spielt, dann wünsche ich mir ein Personenverzeichnis, in dem ich schnell noch einmal nachschlagen kann. Aber das nur am Rande.
Justin Cronin schafft es, auch durch die Abwechslung durch Emails, Tagebücher u.Ä., dass dieses Buch niemals langweilig wird. Ich habe es in weniger als einer Woche durchgelesen, ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Amy, diejenige, die sowohl auf dem Cover zu sehen ist (so vermute ich) als auch von der auf dem Klappentext erzählt wird, spielt sehr wohl eine Hauptrolle in der Geschichte. Ohne sie würde diese Geschichte nicht funktionieren, sie ist geradezu der Schlüssel. Aber Justin Cronin macht aus ihr eine Person, die eher im Hintergrund spielt. Wer erwartet, 1000 Seiten über Amy, Nachname unbekannt, zu lesen, der wird enttäuscht werden.
Dieses Buch ist grandios! Lesen Sie es! Es ist auch für "normale" Krimi-/Thriller-Leser wie mich geeignet. Wer allerdings mit Endzeit-Romanen überhaupt nichts anfangen kann, der sollte die Finger von diesem Buch lassen, denn davon handelt ein Großteil der Geschichte.