'''|:::.. Bisher war bei Herrn Dr. Gänsewein alles korrekt ..:::|'''
Unscheinbar bekleidet und ein wenig brumelig geht Dr. Martin Gänsewein seiner Arbeit als Rechtsmediziner nach. So auch an dem Tag, als das Kühlfach Nr. 4 in Der Rechtsmedizin wieder belegt werden soll. Bisher war bestand seine Arbeit darin, die eingelieferten Leichen zu obduzieren und diese dann bis zur Abholung aufzubewahren. Alles in der angewöhnten Monotonie.
Doch er hat nicht mit einem speziellen Fall gerechnet: An einem Bahnhof stürzt der Kleinkriminelle Autodieb Sascha von einer Brücke und verstirbt. Die Ermittler vor Ort sind sich einig, dass es selbst verschuldet ist...doch Sascha sieht es anders, denn ….. Sascha schaut von oben aus zu, was da für ein Treiben um seine Leiche veranstaltet wird.
So lernt er auch schon Dr. Martin Gänsewein kennen, der noch am Todesort die Leiche einer Kurzen Überprüfung unterzieht und dann für den Abtransport ins Rechtsmedizinische Institut sorgt. Und Sascha ist immer mit dabei.
Im Institut, als Dr. Gänsewein bei der einen oder anderen Obduktion bei ist, macht sich Sascha dann bemerkbar und spricht Dr. Gänsewein an.... dieser erschrickt fürchterlich... Sascha stellt sich als Pascha vor und ist nun das begleitende Etwas, das Dr. Gänsewein ins Gewissen redet.
Zum Leidwesen von Dr. Gänsewein, denn dieser kann in der ersten Zeit nicht wirklich mit seinem imaginären Kumpel umgehen, und katapultiert sich in das eine oder andere Fettnäpfchen, was auch seine Kollegen mitbekommen, die sich Gedanken um den veränderten Dr. Gänsewein machen...
Und Pascha? Pascha ist mittlerweile soweit, dass er seinen realen Freund dazu gebracht hat, ein wenig zu recherchieren, dass sein Tod als Sascha doch nicht mit rechten Dingen zuging und bugsiert Dr. Gänsewein in so manch prekäre Situation, aus der zu flüchten sich etwas schwierig gestaltet..... wird sich im Nachhinein herausstellen, dass Pascha bzw. Sascha nicht durch eigene Unachtsamkeit gestorben ist???
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'''|:::.. Leseprobe ..::::|'''
Wie so oft kann ich Euch eine Verlags-Leseprobe liefern:
http://www.dtv.de/_pdf/blickinsbuch/21129.pdf?download=true
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'''|::.. Meinung / Kritik ..::|'''
Wie so einige andere Bücher, die mein Interesse reizen habe ich mir dieses hier auch wieder einmal online bei der örtlichen Bücherhalle als eBook ausgeliehen. Dieses mache ich momentan oft, denn so laufe ich nicht wirklich Gefahr unnütz Geld für Bücher / eBooks auszugeben, die mir dann nicht gefallen.
Die Autorin war mir dato gänzlich unbekannt, doch warum nicht auch mal zu unbekannten Ufern der Lesewelt aufbrechen? So dachte ich, und ließ mich am Elbstrand im Schatten nieder und las das einst angefangene Buch zu Ende.
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So von der '''Handlung''' her, dachte ich eingangs, dass es sich eher um eine seichte Sache handeln könnte, was sich auch im Nachhinein bewahrheitete. Denn eine '''Imaginäre Figur''' als Charakter ist ja auch schon nichts neues mehr, aber es kommt ja darauf an, was aus dem gesamten Drumherum gemacht wird. Die Handlung als solches finde ich gar nicht mal so übel, auch wenn ich hier einige Abstriche mache, denn irgendwie wirkt das Geschehen auf mich ein wenig '''abgedroschen''' und teils auch unglaubwürdig, nein eigentlich sogar komplett unglaubwürdig, aber ich will ja nur unterhalten werden. Von daher kann ich eigentlich schon sagen, dass ich ''''unterhalten''' wurde, denn manchmal fand ich tatsächlich Passagen ,die mich '''zum grinsen animierten''' , auch wenn die Handlung eher auf eine '''makabere Schiene''' abzielt. Ich schrieb eben abgedroschen, damit meinte ich, dass es in der Welt der Bücher kaum noch ein Thema gibt, welches nicht schon mehrfach ausgereizt wurde. Wobei man den Aspekt '''Imaginäre Figuren''' doch immer eher im Bereich des Fantasy findet, und nicht in der Sparte '''Krimi''' , wobei: '''Dieses Werk ist beileibe kein bodenständiger Krimi''' , sondern eher eine Mischung aus Fantasy und normalem, Unterhaltungsroman, der sich keinem speziellen Genre zuordnen lässt. Durchschnitt eben und nicht näher beschreibbar. Man muss halt diese kleinen Geschichtchen in der Geschichte an sich heran kommen lassen und sich in der Handlung treiben lassen.
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Die '''Charaktere''' sind erfreulicherweise '''nicht so zahlreich vertreten''' , ich hatte anfangs die Befürchtung, dass ich hier einige Gruppen an Figuren erlesen kann / darf, die ich im Nachhinein nicht mehr zu sortieren vermag, aber ich wurde im Verlauf des Lesens eines besseren belehrt. So findet man hier zwar schon '''ein paar Figuren''' , die aber doch recht '''sorgfältig in die Handlung eingepasst sind''', und meiner Meinung nach auch in die Handlung hineinpassen – ohne das es gekünstelt wirkt.
Ja, es will sich zu den einzelnen Figuren sogar ein Bezug aufbauen lassen, wenn auch nicht zu allen, denn '''irgendwann''' geht einem gerade die “imaginäre Person“ dann doch auf die Nerven, und gerade diese Gestalt ist die Hauptfigur in diesem Roman. Gerade '''im weiteren bzw. fortgeschrittenen Verlauf''' der Handlung kommt die “imaginäre Person Namens Pascha“ doch sehr nervig beim Leser an. Nervig im Sinne von über konstruiert, zu sehr auf Mitleid ausgelegt und genau das ist der springende Punkt: Hatte ich bis circa zur Hälfte des Buches noch '''das amüsante Vergnügen''' ab und an zu schmunzeln ließ es dann doch sehr nach, und ich langweilte mich dann doch ein wenig.
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Schade, denn '''es hätte doch eine spannende Lektüre werden können''' , die sich locker und leicht weg lesen lässt, trotz des makaberen Touches, wenn denn die Bodenständigkeit geblieben wäre und nicht wie eben schon geschrieben ein Bruch passiert wäre. So von der '''Lesbarkeit''' her, war ich ja angetan, zwar fand ich hier eine '''einfach Formulierung''' und eher kurze Sätze vor, aber das was sich zwischen den Zeilen hervor mogelte - also das Gefühl - das kippte immer mehr ins …. ja, wie soll ich sagen? Ins Langweilige – das trifft es wohl am ehesten. Und das trotz des – wie eben schon angerissen – einfachen aber flotten Schreibstils. '''Anfänglich''' kam auch ein '''gutes Quäntchen Spannung''' auf, aber diese ließ leider nachher nach... sehr bedauerlich, denn wenn die Spannung gleichbleibend geblieben wäre, ferner aber auch ein wenig mehr Skurrilität abgeworfen hätte, dann wäre mein Gesamtfazit wohl um einiges besser ausgefallen.
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'''|::.. Fazit..::|'''
Bei dem vorliegenden Werk ist '''zwar ein humorvoller Ansatz zu erkennen''' der ins leicht makabere abdriftet, aber Schlussendlich konnte mich '''Kühlfach 4''' nicht vollkommen überzeugen. In Ansätzen ist der versprochene schwarze Humor vorzufinden, doch im Nachhinein driftet der leider ein wenig ins lächerliche ab und lässt auch schnell die aufgekeimte Spannung verpuffen. Daher vermag ich das Werk auch nicht gänzlich in der Sparte Krimi einordnen, ja eigentlich lässt sich dieses Werk keinem Genre eindeutig zuordnen.
Ok, ich sollte vielleicht nicht zu hart ins Gericht gehen, immerhin ist dieses das erste Werk der “Kühlfach-Reihe“, daher werde ich der Autorin noch eine Chance geben, aber so spontan würde ich speziell dieses Werk mit '''durchschnittlichen 3 Sternen und einer bedingten Empfehlung benoten''' .
Wobei ich drauf und dran bin zu sagen, eher nur 2 Sterne... ach ich weiß auch nicht.... ich für meinen Teil bin jedenfalls froh, dass ich dieses Werk mir kostenlos als eBook aus der Bücherhalle ausleihen konnte, so ist die Enttäuschung nicht ganz so enorm.Dennoch werde ich mir mal den 2. Band der Reihe besorgen.