"Sensationeller Showdown!"
Inhalt:
„Shadowfever“ ist der Showdown der Fever Reihe, in dem es auch dementsprechend wild zugeht. Mac lernt langsam, aber stetig ihr wahres Wesen kennen und ebenso ihre Gefühlswelt, nachdem sie Barrons hat sterben sehen. Als dann auch der Lord Master abdankt, beginnt eine regelrechte Hetzjagd nach dem Buch — den nun will es jede Partei in die Finger bekommen, egal ob Seelie, Druiden oder Sidhe-Seherinnen. Trotz ihrer inneren Konflikte, bleibt Mac nach außen hin stark, kämpft wie eine Furie ums Überleben, um allem endlich ein Ende zu bereiten indem sie das Sinsar Dubh aufspürt und bezwingt. Doch dies fällt Mac immer schwerer, nachdem sie mehr und mehr über ihr inneres Monster lernt, das keines Falls menschlicher Natur ist. Dann kommt sie auch noch Barrons immer näher, dessen oberstes Ziel das Sinsar Dubh ist. Aber als wären dies nicht schon genug Konflikte wird Mac nicht nur mit ihrer Verwandtschaft, Barrons Unwiderstehlichkeit und dem Sinsar Dubh konfrontiert, sondern sie muss auch endlich dem Mörder ihrer Schwester in die Augen blicken. Kann sie ihr inneres Monster bezwingen, um endlich wieder Frieden zu finden? Kann Mac Barrons widerstehen oder neigt sich die Welt ihrem Ende zu?
Meinung:
Der Finalband übertrifft noch einmal die letzten Bände und hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack, denn das Ende ist der pure Wahnsinn!
Zu Beginn wird natürlich endlich der überaus fiese Cliffhanger aufgelöst und wie ich mir schon gedacht hatte, war es letztendlich Barrons — wodurch meine kleine Fever Welt für einen Augenblick zusammenbrach. Er war der Charakter neben Mac und V’lane und plötzlich tot. Allerdings löst die Autorin diesen Cliffhanger äußerst geschickt und schürt dadurch nur noch mehr Spannung, denn nachdem Barrons erst einmal von der Bildfläche verschwindet wird Mac zu einer reinen Kampfmaschine und es ist wirklich wahnsinnig, was sie in diesem Zustand so treibt. Für mich war diese Mac eine pure Überraschung und ich liebe die Autorin dafür! Harte Hülle, weicher Kern passt hier perfekt, denn zu Beginn des Finalbandes ist Mac hart wie Granit, weshalb es mich auch kaum gewundert hat, als sie sich auf den Lord Master einlässt — was wieder nur noch mehr Spannung erzeugt, weil man aus den vorherigen Bänden weiß, dass Mac und der Lord Master überhaupt nicht gut aufeinander zusprechen sind. Dieses Problem löst sich recht flott und meine vorherige Theorie vom Ende wurde wieder komplett über Bord geworfen, denn auf einmal gibt es ein kurzes Kapitel aus der Sicht eines anderen — weder Dani, noch Mac und ich verrate an dieser Stelle natürlich nicht wer es ist. Dieser Perspektivenwechsel habe ich mir die ganzen Bände über schon gewünscht und auch wenn dieses Kapitel wirklich nur ein paar Seiten lang ist, habe ich sie genossen! Der Rest des Buches ist überwiegend aus Macs Perspektive geschrieben, ab und an erzählt Dani einen Teil oder man kann ihr Flugblatt lesen, was sehr schön mit den Kapitel verbunden wurde. Jedoch finde ich die Perspektive aus Danis Sicht wirklich schrecklich zu lesen. Das Englisch ist umgangssprachlich, abgekürzt und irgendwie ätzend … aber zum Glück kam Dani in dem fünften weniger vor, denn Mac ist oftmals mit ihrem inneren Monster beschäftigt. Als Barrons dann endlich wieder zu Mac findet beginnt ein neuer Höhepunkt — denn der Leser erfährt endlich mehr über Barrons, der zuvor förmlich vor lauter Geheimnissen stank (Was natürlich nichts an seiner Attraktivität ändert!*g*). In dem Finalband gibt er nicht nur Geheimnisse Preis, sondern man sieht zum ersten Mal auch eine sanfte Art die ihn umgibt. Ich konnte kaum aufhören diese Stellen zu lesen, weil man zuvor fast nur Sexdiskussionen oder Streitereien zwischen den beiden gewöhnt war. Von beidem gibt es in diesem Teil natürlich auch genug, wenn auch erst gegen Ende, denn zuvor muss Mac so einigen Rätseln auf die Spur gehen, was nicht gerade ungefährlich ist. Aber durch diese immer wieder aufbauende Spannung liest man das Buch gerne, denn es ist mit 608 Seiten wirklich lang, da der Anfang sich teilweise echt zieht, als Barros stirbt. Durch die immer größer werdenden Stücke an Informationen, die der Leser bekommt, verfällt man immer mehr in die Fever Reihe. Dazu kommt, dass auch fast vergessene Charaktere wieder auftauchen, wie zum Beispiel Christian, der Druide oder der hübsche junge ohne Spiegelbild. Es ist einfach dermaßen spannend, dass ich kaum noch aufhören konnte zu lesen! Es gab so viele Fragen, die dem Leser endlich beantwortet werden – ein wahrer Genuss!
Leider kam mein Lieblingscharakter V’lane zu Beginn etwas selten vor, vor allem weil Mac immer mehr Zweifel wegen ihm bekam. Barrons hatte diese natürlich von Beginn schon und ich kann verraten, dass Barrons selten falsch liegt. Trotzdem blieb V’lane bis zum Ende einer meiner Favoriten (Er ist so unglaublich fies *-*). Dementsprechend ist das Ende ein wirklicher Knaller, ebenso wie die Jagd auf das Sinsar Dubh. Teilweise wurde es echt wirsch, weil das Tempo dermaßen angezogen wurde, schließlich ist das Buch schon über 600 Seiten lang. Der Schreibstil ist wie in allen Bänden recht locker, umgangssprachlich sind vor allem die Kapitel in denen Dani erzählt. Ansonsten schert sich die Autorin nicht darum, wie oft sie „fuck“ in ihren Dialogen zwischen Barrons und Mac verwendet, aber es passt einfach. Die Charakter wirken so realistisch wie noch nie in dieser Reihe.
Die Gestaltung des fünften Bandes ist mehr als bloß gelungen! Das Buch ist den Preis wert, den es ist wunderschön und passt perfekt — wirklich 100%ig zu dem Inhalt des Bandes. Die Außengestaltung besticht schon durch das Bild von Mac auf dem Cover, sowie dem transparenten Umschlag, auf den die Überschrift steht, aber das Innere ist ebenso schön gestaltet. Es gibt immer wieder abgedruckte Flugblätter von Dani, Zitate oder Unterhaltungen mit dem Sinsar Dubh, die die Kapitel zwischendurch immer wieder auflockerten.
Fazit:
Die Fever Reihe ist einer meiner absoluten Favoriten! Ich lese sie unheimlich gerne und es ist eigentlich auch das einzige Buch, bei dem ich Feen als Fantasywesen akzeptiere bzw. gerne lese. Die Reihe bietet einfach alles im Urbanfantasybereich bis hin zum Ende, dass komplett nur noch Fantasy ist. Der englische Showdown in „Shadowfever“ ist absolut gelungen, auch wenn das Anfang etwas langwierig ist, dafür wird man mit einem sensationellen Ende belohnt!
Ich freue mich schon auf das Sequel, an der Karen Marie Moning derzeit arbeitet!