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Gelöschter Benutzer Gelöschter Benutzer
Verfasst von Gelöschter Benutzer
am 11.09.2010
 

Zur Inhaltsangabe übernehme ich den Klapptext der Taschenbuchausgabe:
_ Sie ist geweihte Priesterin - und doch exkommuniziert.
Sie ist verheiratet - und lebt doch allein.
Dr. Gisela Forster, dreifache Mutter, engagierte Kunsterzieherin, Architektin, Philosophin und Altenpflegerin erzählt ihr Leben. Sie erzählt, wie ihre Philosophie und Vernunft ihr auch in dunklen Stunden des Lebens geholfen haben. Wie sie als Lehrerin und allein erziehende Mutter ihres ältesten Sohnes eine Existenz für ihre Familie gründete. Und wie sie sich in einen Mann verliebte, der Direktor einer Klosterschule war... _

Karin Jäckel lässt in biografischem Erzählstil eine beeindruckend kraftvolle Frau zu Wort kommen, Gisela Forster, die ihren Kampf um Anerkennung und Gleichberechtigung als Frau in der katholischen Kirche (Westkirche) nachhaltend schildert.

Im letzten Drittel des Buches trifft man auf die Worte, die die Strömungsrichtung umschreiben, gegen die Gisela Forster bereit ist und war, anzukämpfen.
...dass Anselms innere Einstellung zu Frauen insgeheim von dem lateinischen Wort >femina< geprägt war: 'fe' für Glauben und 'minus' für weniger, also ist die Frau also kleingläubiger im Vergleich zum Mann und folglich minderwertiger.

Sie untermauert ihr Anliegen, die Tore der katholischen Männerkirche für Frauen zu öffnen mit eindrucksvollen Zitaten und Argumenten, die sich allesamt nachvollziehen lassen.
In Augenblicken, in denen andere bei der Verfolgung von Zielen möglicherweise stehenbleiben oder zurückweichen, macht sie mutig weitere Schritte vorwärts.
Sie räumt dabei Fehler in ihrem eigenen Verhalten ein, das macht sie menschlich und zur vertrauten Person.

Diese Rezension soll sich nicht darin verlieren über Kirchenrecht vs. allgemeinem Recht, Zölibat vs. Ehe / Familie usw. zu diskutieren.
Die Denkanstöße, die Gisela Forster in diesem Buch in einer gut lesbaren Form (Autorin karin Jäckel) vermittelt reichen für mich aus, mich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen.
Das ist kein Buch, das man als "gelesen" einfach wieder so in das Regal zurück stellt.

 

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Denn das Weib soll schweigen in der Kirche Denn das Weib soll schweigen in der Kirche
Karin Jäckel

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Denn das Weib soll schweigen in der Kirche
von Karin Jäckel

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