Leser-Rezension zu „Die Kosakenbraut” von Katerina Timm
am 5.10.2009
In diesem Buch war mir nicht immer klar, was ist Traum und was passiert wirklich. Eigentlich ist der Stoff dieser Geschichte interessant und hat sich auch gut gelesen. Aber an einigen Stellen hätte ich mir eine intensivere Beschreibung gewünscht (das Potenzial dazu ist da). Die eigentliche Beziehung zwischen Elja und ihrer Mutter kommt aus meiner Sicht leider zu kurz. Eljas Wunsch nach einem gewaltfreien, einfachen Leben bestimmt ihre teilweise schwerwiegenden Entscheidungen aus ihrem gewohnten Umfeld auszubrechen. Aber das Schicksal ist vorherbestimmt und lässt sie nicht los. Immer wieder wird sie davon eingeholt und kehrt aus den unterschiedlichsten Beweggründen an den Ort ihrer Kindheit zurück. Um das Buch lieben zu lernen, sollte man einen Sinn bzw. den Glauben an übersinnliche Fähigkeiten mitbringen. Dieses Buch hat mich nicht wirklich ergriffen, da man nicht genügend Zeit hatte sich an die Personen zu binden. Mir ist es schwer gefallen, mich zwischen 3 und 4 Sternen zu entscheiden (eigentlich 3,5). Aber im Zweifel für den Angeklagten, also deshalb 4 von 5 Sternen.

