Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Das Buch behandelt auf humorvoll-lockere Weise nicht nur die "Aufschieberitis" (und erfreut uns noch mit dem passenden Fachwort "Prokrastination" dazu), sondern beinhaltet auch noch eine ordentliche Portion Zivilisationkritik, der viele Menschen, auch Nichtprokrastinierer, wahrscheinlich aus vollem Herzen zustimmen können. Es geht vor allem um die zunehmende Verkomplizierung der Welt und die beständige Reizüberflutung, der man, besonders in der Großstadt, ständig ausgesetzt ist.
Zum Thema Prokrastination enthält es einige treffende Vergleiche, die dem Aufschieber einiges von seinem schlechten Gewissen nehmen können, zum Beispiel so etwas wie: "Einem Prokrastinierer sagen, er solle sich mal zusammenreißen ist in etwa so, wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch einfach mal ein bisschen fröhlicher sein."
Außerdem regt das Buch dazu an, über die eigenen Stärken nachzudenken, denn man schiebt ja immer nur bestimmte Dinge auf, die einem einfach nicht liegen. Der Gedanke, dass man Dinge gern und schnell erledigt, die von anderen Menschen sehr oft aufgeschoben werden, hat durchaus einen "Feel-Good-Effekt" bei mir ausgelöst.
Im großen und Ganzen ein tolles Buch, das einen chronischen Aufschieber natürlich nicht heilen kann, aber so vehement zum Umdenken auffordert, dass man sich danach einfach besser fühlt - sofern man dem Umdenken gegenüber offen ist. Und ein paar Tage wird der kleine Motivationsschub bestimmt anhalten, den ich durch das Buch erhalten habe. Danach wird weiter fröhlich aufgeschoben. (Aber eben FRÖHLICH, nicht mehr frustriert! - hoffe ich zumindest.)
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