Mein allererstes Buch von Kathy Reichs und hätte ich hier nicht noch eins rumliegen, wäre es definitiv das Letzte gewesen!
Kurz zum Inhalt: In Kanada wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den Soldaten James Lowry, der laut Akten aber schon 1968 in Vietnam gestorben ist. Forensikerin Tempe Brennan reist nach Hawaii, wo sie auf neue Leichen stößt und Probleme mit örtlichen Drogenhändlern bekommt. Wer ruht nun eigentlich in James Lowrys Grab aus dem Jahr 1968? Wie kommt die Leiche nach Kanada und was für Spuren sind es, die Brennan in Hawaii entdeckt?
Ich fand den Inhalt schon nicht so stark ansprechend, aber ich wollte es wenigstens einmal versuchen.
Nach ca. 100 Seiten war ich schon wirklich genervt. Das Buch ist vollkommen konfus geschrieben, es tauchen unheimlich viele Personen auf, die dann aber sofort wieder verschwinden.
Anstatt einmal genaueres zu der Leiche zu sagen, werden dem Leser unzählige Abkürzungen erklärt: NCIC, UNCC, CIL, JPAC, CILHI, JTF-FA usw. Dies sind nur einige Beispiele dafür, was dem Leser kaugummiartig über Seiten in jedem Detail erklärt wird. Das Meiste hat anscheinend mit Polizei oder Militär zu tun, ich weiß es nicht, da es so langweilig erklärt wird, dass ich es teilweise überspringen musste.
Spannung? Nicht die Spur! Diese ganzen Beschreibungen und Erklärungen für Abkürzungen nehmen dem Buch alles was irgendwie Spannung erzeugen könnte. Zu Anfang gibt es eine Szene, wo Tempe Benett sich mit dem Vater des Soldaten unterhält. Da dachte ich kurz an Spannung und sofort wurde wieder jeder Funkten Hoffnung mit gekonnter, seitenlanger Langeweile zerstört.
Ich habe wirklich kaum jemals ein so schlecht durchdachtes und umgesetztes Buch gelesen. Von dem Cover kann man sich hier echt fehlleiten lassen, das Buch ist komplette Zeitverschwendung!
Ich habe übrigens kurz vor Schluss aufgehört, ich hatte kein Interesse daran zu wissen wie es weitergeht, es war mir (und das ist so ziemlich das erste Mal bei einem Buch) schlicht und einfach vollkommen egal. Der Fall an sich ist während der ganzen Geschichte sowieso in den Hintergrund geraten, viel mehr ist das Privatleben der Forensikerin die ganze Zeit im Vordergrund.
Dieses Buch würde ich keinem empfehlen! Ich werde es nicht einmal verschenken, da es mir wirklich unangenehm wäre, so einen Müll weiterzugeben. Das zweite Buch, das ich noch von ihr habe, werde ich mal anlesen, wenn es wieder Zeitverschwendung ist, muss ich mich wirklich fragen, mit welcher Berechtigung sich diese Frau Autorin nennen darf.