Leser-Rezension zu „Welche Farbe hat die Liebe?” von Katja Reuter
am 15.05.2010
Im Buch geht es um Jule. Zum Geburtstag bekommt sie von ihrer besten Freundin Tina eine Goldmitgliedschaft bei dem Internetportal Stayfriends*.
Mehr als skeptisch überfliegt sie die Seiten und findet Lukas, einen alten Schulkameraden. Dieser hatte zu Schulzeiten eine heftige Affaire mit Tina und verarschte sie nach Strich und Faden.
Da Frauen nie aus ihren Fehlern lernen wiederholt sich die Geschichte und Tina fängt von neuem eine Affaire mit ihm an (an der Jule nicht ganz unschuldig ist). Sie fahren zusammen in den Urlaub und siehe da - Tina wird wieder verarscht.
Lukas' ehemaliger bester Freund UND Jules erste große Liebe meldet sich ebenfalls bei Stayfriends an, doch leider ohne Bild und Co.
Nach einigen Tagen treffen sich die beiden, haben mehrere kitschige Dates und auch sehr schnell Sex. Alles kein Problem, hätte Jule nicht ihren Dauerverlobten noch im Gepäck.
Da dieser Musiker ist und deswegen viel verreist hat sie sehr viel Zeit zum fremdgehn.
Als die Katze Blindfisch stirbt merkt Jule, was sie eigentlich will und wo ihr Herz hingehört.
Meine Meinung:
Ich habe das Buch in 3 Tagen durchgelesen. Nicht, weil es mir so gut gefallen hat, sondern weil ich es einfach abschliessen wollte und danach ganz tief in der Ecke verschwinden lasse.
Von Vorablesen.de bekam ich es letzte Woche geschickt und freute mich sehr darauf, da die ersten 20 Seiten, die man dort zu lesen bekam sehr vielversprechend waren.
Leider habe ich mich da getäuscht.
Welche Farbe hat die Liebe ist ein typischer Frauenroman mit viel Kitsch, leidenschaflichem Sex und Männern, die ihre Frauen auf Händen tragen.
Der Schreibstil ist unglaublich eintönig und langweilig. Einen Bericht über meinen Tagesablauf interessiert niemanden. Wieso also der von Jule? Sie geht Arbeiten. Sie kommt nach Hause, streitet sich mit ihrem Verlobten und geht an den PC und zu sehn, ob ihr anderer Stecher ihr schon geschrieben hat. Das sind die ersten 50 Seiten.
Danach das selbe in grün, nur das sie nicht mehr vor dem PC sitzt, sondern auf Erik. Naja.
Ständige Kommentare von Jule, die anscheinend witzig und ironisch seinen sollen gehen an mir vorbei, da sie einfach nur langweilig sind.
Jule kommt mir wie eine anspruchsvolle Kratzbürste vor, die ihrem Verlobten nicht die geringste Chance gibt (und mir hat dieser weitaus besser gefallen als Erik, der Schleimer!)
Die Geschichte selbst ist auch schon in 1000facher Ausführung dagewesen. Frau ist unglücklich, findet neuen, alles ist viel besser. Bla bla bla.
Für Frauen die solche kitschigen Bücher lieben ist das Buch sicher ideal. Man muss dabei eben bedenken, dass nichts interessantes, lustiges oder anspruchsvolles passiert.
Von mir daher nur einen Stern.

