Leser-Rezension zu „Salinenland” von Katrin M Merten
am 25.01.2010
Wenn es zum sprichwörtlich wörtlich gesprochen genommenen "Sprachfluss" je ein Kleinod gab das zur Illustration eben dieses hätte dienen mögen, so liegt es hier auf meinem Nachtschrank.
"Salinenland" ist von der ersten bis zur letzten Silbe ein durchkomponierter Strom, der seine ureigenste Melodie summt, seinem Rhythmus folgt, sich nie ablenken lässt, nie zu weite Wege macht.
Wie viel Sprache gerade in der Sparsamkeit ihrer Verwendung, der Verknappung allen Überflüssigen kann, zeigt Katrin Merten mit traumwnadlerischer Sicherheit und rührt an.
Eine etwas gekonntere Besprechung im lyrischen Duktus mit Beispielen lese man hier:
http://www.goldmag.de/2010/01/taktvoll-vermischtes/

