Rezension verfasst vor 1 Jahr
(11)
Mein erstes Buch von Kerstin Gier. Ich hatte durch Leseproben schon in einige andere Bücher dieser Autorin hineingeschnuppert, deswegen auch gleich zugegriffen, als sich die Möglichkeit bot, endlich mal etwas von ihr zu lesen.
"Ach wär ich nur zu Haus geblieben" ist eine Sammlung Urlaubsgeschichten, die beweisen, dass man das Reisen besser lassen sollte, da es sowieso nur Unmut, Unglück und Kosten bringt.
Warum die Autorin, die offensichtlich ja sehr viel in alle möglichen Länder und Kontinente reist, dies dann immer noch tut, hat sich mir nicht erschlossen.
Die ersten beiden Geschichten waren sehr lustig, ich freute mich auf eine fortlaufende Urlaubsgeschichte und wurde enttäuscht.
Wahllos zusammengestellt, weder komisch noch lustig, absolut voraussehbar und auch nicht wirklich toll geschrieben, quälte ich mich von Kapitel zu Kapitel.
Manches Mal kam mir der Gedanke, ob die Autorin nur zwanghaft beweisen will, wieviel sie persönlich schon von der Welt gesehen hat, obwohl sie zu Hause im Luxus lebt, also, mir ist absolut schleierhaft, was diese Geschichten sollen.
Auch der Versuch "running gags" einzubauen, misslang fürchterlich, wer eben blauäugig und naiv ist, der muss eben manche Erfahrungen mehrfach machen, komisch ist es nicht. Einige der Geschichten sind wohl für Familienmitglieder sehr wichtig und spannend, für den Leser, der sich mit einer solchen Lektüre entspannen und unterhalten will, eigentlich wirklich uninteressant und blöd.
Fazit: Für Leute, die nicht denken wollen genau das Richtige, vielleicht auch für Menschen, die sich gerne am Unglück anderer Menschen hochziehen und sich darüber amüsieren. Ganz bestimmt nicht für Leute, die ihre kaum vorhandene Freizeit mit der Lektüre von Büchern verbringen wollen, dafür ist hier die Zeit zu schade.
Im letzten Kapitel bedauert die Autorin , dass das Buch schon zu Ende ist, sie hätte noch so gerne von anderen Urlaubsunfällen erzählt... ich war heilfroh, dass sie es gelassen hat.
Diese Themen sind ausgelutscht, weder neu, teilweise ausgeschmückt bis zur Unglaubwürdigkeit, ich war wirklich froh, dass ich es zuklappen konnte. An dem Gedanken "Hätt´ichs bloss nicht angefangen..." schrammt es eben so vorbei. Schade.
0 Kommentare