Leser-Rezension zu „Die Mütter-Mafia” von Kerstin Gier

Rezension als hilfreich gekennzeichnet: (7)

hanutakind hanutakind
Verfasst von hanutakind
am 8.02.2012
 

Die Mütter-Mafia war tatsächlich auch ein Buch auf Empfehlung. Dank mandarinpeach weiß ich immer ziemlich genau, welche Bücher lesenswert sind, wenn sie ihr gefallen, können sie mir ebenfalls nur gefallen.

Wie sagt man so schön. Eine Frau allein ist vernünftig, eine Horde Frauen sind Zicken. So verhält es sich auch mit Müttern. Eine Horde Mütter mit unterschiedlichen Meinungen auf einen Haufen sind einfach die Hölle. Constanze, die selbst Anfang dreißig und Mutter zweier Kinder ist, wird plötzlich von ihrem Mann verlassen und in Oma Wilmas Haus abgeschoben. Das Haus ist alt und äußerst renovierungsbedürftig, es scheint, als würde Oma Wilma selbst noch dort leben. In der Insektensiedlung scheint es nur Vorzeigefamilien zu gehen. Bilderbuch-Kinder und Ehen und natürlich Mütter die absolut perfekt sind. Constanze merkt schnell, dass dieser Eindruck trügt, als sie Mitglied in der Mutter-Society werden möchte. Intrigen, Konkurrenzdenken, Seitensprünge, alles dabei. Hier überlebt nur, wer Mitglied in der streng geheimen Mütter-Mafia wird. Mütter und Frauen, die zusammenhalten statt sich gegeneinander auszuspielen.

Das Buch ist leicht zu lesen und bietet einiger locker flockige Kapitel über die man wirklich lachen muss. Natürlich fängt das ganze weniger schön an, als Constanze von ihrem Mann verlassen wird. Sie leidet, versteht die Welt nicht mehr, vor allem weil er ihr keinen Grund nennt und hatte alle Hände voll zu tun, ihre pubertierende Tochter Nelly und ihrenSohn Julius, der definitiv keine Mayonaise essen darf, zu umsorgen. Nelly ist anstrengend und will nicht in Oma Wilmas Haus bleiben, und sie war für meinen Geschmack auch so dermaßen nervtötend, dass ich ihr gern das ein oder andere Mal den Hals umgedreht hätte. Natürlich war Constanze am Ehe-Aus Schuld. Zumindest wenn es nach ihrer Tochter ging.
Im Buch bekommt man Einblicke, in Form von Forenbeiträgen, in die Mütter-Society, die am Anfang recht sympathisch wirkt, eine Plattform wo sich junge Mütter austauschen und zusammenhalten, das ist der Eindruck den man als Erstes erhält. Constanze bekommt Hilfe von einer Nachbarin, die nichts lieber macht, als äußerst beschäftigt zu sein. Sie renovieren gemeinsam mit der Esoterik-Tante Trudi das Haus, wobei auch Mimi’s Ehemann hilft und die Handwerklichen Arbeiten übernimmt. Kompliziert wird es für Constanze, als sie sich einen eigenen Anwalt nimmt um die Scheidung durchzuziehen, den Jaguarmann, dessen Auto sie vielleicht ein wenig mit dem Fahrrad zerkratzt hat. Sie entdeckt aber erst, wer er ist, als sie in seiner Kanzlei ist.
Die Mütter-Mafia ist eine wirklich lustige und lockere Geschichte die einem, vor allem jetzt, diese kalten Winterabende sehr versüßt.

 

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Kerstin Gier

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