Leser-Rezension zu „Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten 2” von Kerstin Gier
am 23.08.2010
Bei Saphirblau handelt es sich um den Nachfolger von Rubinrot.
Gleich zu Beginn möchte ich sagen, dass mir dieser Teil besser gefallen hat, was aber auch daran liegen könnte, dass ich mich mittlerweile gut in das Thema eingelesen habe und eine Fortsetzung zu Band 1 unbedingt nötig ist, da der Roman mitten im Geschehen endet.
Also kurz zum Inhalt:
Nachdem Gwen erfahren hat, dass sie die Trägerin des Zeitreise-Gens ist und nicht wie fälschlicherweise angenommen ihre Cousine, wird sie nun regelmäßig zum Elapsieren geschickt. Das heißt sie wird bewusst in eine vorher bestimmte Zeit geschickt um unkontrollierte Zeitsprünge zu verhindern. Außerdem hat sie zusammen mit Gideon, einem weiteren Zeitreisendem, hochwichtige Aufgaben zu erfüllen, von denen sie nicht weiß, welchen Zweck sie dienen sollen. Noch immer weitesgehend ohne Ahnung was Gwen überhaupt macht und was hinter diesen vielen Geheimnissen steckt, begibt sie sich selbst auf Nachforschungen und trifft in der Vergangenheit auf ihren eigenen Großvater, der selber kaum älter ist als sie.
Außerdem wird die Beziehung zwischen Gideon und Gwendolyn vertieft, was sie aber definitiv nicht einfacher macht.
Mehr möchte ich erstmal nicht vorwegnehmen, denn es lohnt sich wirklich, die Bücher selber zu lesen
In diesem 2. Teil wird nun auch Xemerius vorgestellt und in die Handlung eingeführt. Dabei handelt es sich um einen wasserspeienden Dämon, welcher mit seinen Bemerkungen die Handlung sehr auflockert und immer wieder für Schmunzler sorgt.
Auch aus Gwens Unbedarftheit und aus ihrem Unwissen heraus, was die große geheime Aktion angeht, entstehen immer wieder witzige Szenen. Am meisten hat mir hier die Stelle gefallen, bei der sie ein wenig zu viel Punsch getrunken hat
Außerdem gefällt mir wie sich die Beziehung zwischen Gwen und Gideon entwickelt. Verzeiht mir den Vergleich, aber ich komme nicht drumrum diese Beziehung mit der von Bella und Edward (Twilight) zu vergleichen. Während die Liebe zwischen Bella und Edward so bedingungslos ist, dass sie nach einer Weile lesen nervt, gibt es bei Gideon und Gwen viele Reibungsstellen. Gideons Gefühle scheinen ständig zu schwanken und da die Story aus Sicht von Gwen geschrieben ist, kommt man auch nicht dahinter, woran das liegt und tappt quasi mit Gwen zusammen im Dunkeln. Man fühlt mit ihr mit. Ich hab gegrinst, wenn die beiden sich leidenschaftlich küssen und geseufzt, wenn Gideon sie weggestoßen hat. So etwas gab es bei Twilight für mich nicht, da wirkt die Beziehung viel zu glatt und unwirklich, während man die Gefühle bei Saphirblau richtig nachvollziehen kann. Es gab hier ein paar richtig schöne „Hach“-Szenen
Letztendlich bleiben aber immer noch sehr viele Fragen offen. Als ich am Schluss einer Szene umblätterte und sah, dass nun schon der Epilog beginnt, war ich erschrocken, dass die Handlung wieder mittendrin abbricht. Obwohl ich das ja schon vorm ersten Teil kennen sollte.

