Meine Meinung:
Von Anfang an ist man wieder mitten drin in Rachels Schlamassel rund um ihren Pakt mit dem Dämon. Ihre Situation scheint - wie immer - völlig aussichtslos, ehe sie ihren Kopf wundersamerweise aus der tödlichen Schlinge ziehen kann.
Es wird eine neue Person namens Ceri eingeführt, die Rachel in Sachen Dämon und Selbsterhaltungstrip sehr gut zur Seite steht. Auch Charaktere, die im zweiten Band kaum Beachtung fanden werden wieder aus der Truhe gezogen. Keasley, die alte Hexe von gegenüber wird wieder zum Medizinmann. Nick, Rachels (sollte man sagen Ex?) Freund wird nach und nach nur eine Erinnerung. Er ist gegangen und Rachel ist sich im klaren, dass er wahrscheinlich nie zurück kommen wird. Und schon wird Kisten wieder interessanter. Rachel muss sich eingestehen, dass sie sich nach Aufmerksamkeit und Geborgenheit sehnt, was sie einerseits verletzlich macht, aber dennoch vergisst sie ihre Grenze nicht und weiß sich schlimmstenfalls zu verteidigen.
Sie scheint sich weiterentwickelt zu haben, kommt manchmal aber zu selbstgefällig und naiv rüber.
Während man mitten in Rachels Vergleichen zwischen Nick und Kisten steckt bekommt sie einen merkwürdigen Auftrag von Trent Kalamacks Sicherheitschef. Sie soll Kalamack beschützen.
Endlich erfährt man auch mehr über den ganzen Unterweltkrieg, der in Cinncinati herrscht.
Die Spannung baut sich immer wieder auf, fällt aber auch wieder und dann ist es ein Geplänkel und man muss warten bis es zum nächsten Spannungsgeladenen Moment kommt.
Richtig schlimm fand ich diesen ganzen "Yeah", die auch in unpassenden Momenten gesagt wurde. Ich denke dabei handelt es sich um eine schlechte Übersetzung, die den Dialogen manchmal was groteskes haben anhaften lassen.
Man erfährt mehr über die einzelnen Charaktere, z.B. auch die Hintergrundgeschichte von Ivys Familie. Ivy wehrt sich nach wie vor Piscarys Nachkomme zu werden, muss sich aber eingestehen, dass er Einfluss auf ihren Kopf hat. Sie bittet ihren Vater mit Piscary zu verhandeln, denn wehrt Ivy sich weiter muss ihre Schwester Erica die Konsequenzen tragen.
Diese Familieneinblicke waren ganz interessant und durch Erica kam dann auch endlich mal eine Klarheit in die Vampirgeschichte. Es wird zum ersten Mal erwähnt, dass Vampire "Kappen" tragen sollten.
Und es taucht Ivys frühere Freundin Skimmer auf - die noch dazu Piscarys Anwältin ist und ihn aus dem Gefägnis holen will. Jedoch verschwindet diese direkt wieder im Erdboden.
Und dann kommt es zu einem ganz schweren Fehler! Rachel vetreibt Jenks, meinen Lieblingspixie! Rachel hat seinem Partner vorenthalten zu welcher Rasse Kalamack gehört, was den Pixie, der sowas sonst immer schnell erkennen kann, nicht konnte.
Jenks kehrt ihr und Ivy den Rücken und verschwindet von der Bildfläche, was einiges an Humor rausnimmt. Ich habe ihn schmerzlich vermisst.
Kisten ist im Vergleich zu sonst auch ein anderer Vampir. Er zeigt sich sinnlich und macht einen auf Frauenversteher, was aber nicht überdreht oder falsch ist. Er wird mir sogar symapthisch.
Rachel muss sich selbst hinterfragen. Ihren Drang zu den falschen Männern.
Im letzten Drittel kam es dann richtig Spannungsdick. Langsam aufgebaut und dann Booom, was mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte war nicht vorhersehbar und hat einiges an Überraschungen mit sich gebracht.
Das Ende war richtig schön geschrieben, kam nicht zu aprubt und hat an Happy End nicht zu dick aufgetragen. Jenks glänzt immer noch mit Abwesenheit.