Leser-Rezension zu „Ostfriesensünde” von Klaus-Peter Wolf
am 7.08.2011
Nachdem ich alle drei Bände zuvor natürlich gelesen hatte, waren die Erwartungen was den vierten Band anging natürlich sehr hoch, zumal es einen persönlichen Einblick in die Geschichte der Ann Kathrin Klasssen geben sollte. Und wer mag ihn nicht den persönlichen Blick auf den unerschrockenen Ermittler (hier Ermittlerin ) ?
Genau da ist aber meiner Meinung nach der größte Kritikpunkt an dem Roman. Die persönliche Geschichte von Ann Kathrin Kaasen steht viel zu sehr im Mittelpunkt. Sicherlich schafft der Autor es gekonnt durch seine Beschreibungen(speziell vom Gefühlsleben der beteildigten Personen ), pointierten Informationen und dergleichen die Aufklärung der persönlichen Umstände von Klaasens Vater ansprechend zu vermitteln aber oft verliert sich die Story in speziell diesen Ermittlungen.
Der andere in dem Buch behandelte Fall der SOKO Maurer hingegen halte ich für wesentlich spannender und hätte viel mehr genutzt werden sollen um den Leser bei Interesse zu halten. Der Thriller-Flair der sich bisweilen beim Leser einstellt kann hier leider nicht durchgehend gewünscht umgesetzt werden, alles um diesen Fall herum wird durch die immer wieder abschweifenden Szenen nur kurz und abgehackt dargestellt. Hier wäre es spannender gewesen die Prioritäten entsprechend zu tauschen.
Sicherlich handelt es sich -gerade nch dem noch enttäuschenderen dritten Teil- um eine gelungen Steigerung und der Roman als ganzes betrachtet ist sicherlich nicht der Schlechteste, keine Frage, aber so ein paar genannte Schwachpunkte lassen den Leser hoffen/zweifeln/ bangen was ihn im nächsten -schon bereits angekündigten - Teil erwarten wird.

