"Zehntausend Augen - Klaus Seibel"
Kurzbeschreibung Amazon:
LKA-Kommissarin Ellen Faber bekommt auf mysteriösem Weg ein Paket zugespielt. Es enthält Web-Kameras und eine Forderung: Die Kameras sind in der Einsatzzentrale zu installieren, sonst drohen Anschläge. Das LKA geht auf die Forderung ein, und ein perfides Spiel beginnt - bei dem die ganze Welt live zusieht. Alle Versuche, dem Erpresser auf die Spur zu kommen, schlagen fehl. Stück für Stück verliert Ellen die Kontrolle über ihr Leben.
Autorenkommentar:
In "Zehntausend Augen" geht es um einen Kriminalfall, der aus dem Rahmen fällt. Ein Erpresser, der sich im Internet versteckt. Die Polizei, deren Ermittlungen über das Internet live von aller Welt verfolgt werden. Eine Erpressung wie ein Computerspiel, jedes Level wird schwieriger - und der Preis, den die Kommissarin zahlen muss, wird höher. Wer wird dieses Spiel gewinnen? Wetten Sie nicht zu früh auf den Sieger.
Mein Leseeindruck:
Das war mal ein Krimi, der mich von der ersten Seite an gepackt hat.
Er liest sich sehr flüssig, ist in einem angenehmen Schreibstil verfasst - und er bietet Spannung pur!
Nach dem Lesen wird der "normale" Internetnutzer dieses Medium mit "anderen Augen" sehen.
(Ich habe als erstes die Webcam meines Laptops verdeckt schauder)
Zum Inhalt: Ein Erpresser meldet sich mit einem Sprengstoffanschlag und einen geheimnisvollen Paket "für die Polizei". Kriminalkommissarin Ellen Faber, die es auf eine leitende Position beim LKA geschafft hat - und sich dort in einer Männerdomäne hart durchkämpfen muss - kommt bei dem Anschlag gerade mit dem Fahrrad vorbei und erhält auch die Einsatzleitung für die Verhandlungen mit dem Erpresser. Der Erpresser verlangt daß im LKA überall Kameras installiert werden, damit jeder über Internet sich zuschalten kann.
Was dann folgt ist ein perfides Katz-und Maus-Spiel - bei dem der Erpresser immer eine Nasenlänge voraus ist.
Ellen, die mit dem Erpresser verhandelt muss sich vor laufenden Kameras ausziehen, um wieder ein Level des ausgefeilten Spiels des Erpressers weiter zu kommen und damit Menschenleben vor weiteren Sprengstoffanschlägen zu schützen... und die ganze Welt kann per Internet zusehen.
Das Buch ist super spannend!!
Dabei wird erst einmal bewusst, was für eine Macht das Internet hat - und wie man allein mit Computern die ganze Welt auf den Kopf stellen kann.
Ich sehe ab jetzt die "modernen Medien" mit ganz anderen Augen.... und auch mein Handy ist mir nicht mehr ganz so vertraut wie bisher.
Das Ende ist leider offen.... aber ich hoffe es kommt hier noch eine Fortsetzung?
(Aber keine Angst... man erfährt im Buch wer der Erpresser ist ... und auch sein Motiv)
Das Cover des Buches ist auch sehr gelungen! Ein Innenhof in Berlin, der von vier Seiten mit Gebäuden eingeschlossen ist.
Viele Fenster "die beobachten".
Die Schrift des Titels ist orangerot ... und nach oben geprägt. Meines Erachtens passt das Cover sehr gut zum Inhalt des Buches.
"Pass auf... du wirst von überall gesehen!"
Ich war total begeistert von dem Buch und vergebe 5 Sterne !!!